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Hotel Calimera Habiba Beach Resort, Marsa Alam, Ägypten

25.10. - 07.11. 2018


Ein kurzfristig gebuchter Urlaub im Club Calimera Habiba Beach in Marsa Alam, Ägypten. Nach Nuweiba weiter im Norden Ägyptens sollte das unser zweiter Ägyptenurlaub werden. Dabei ging es schon etwas holprig los: Wenige Minuten nach der Buchung bekamen wir vom Reisebüro (Holidaycheck) eine Mail mit der Nachricht, dass die Fluggesellschaft Small Planet insolvent sei, der Flug aber wahrscheinlich trotzdem stattfinden werde. Die Hotelbewertungen waren auch nur bei ca. 60% Weiterempfehlung, aber zwei Monate zuvor hatte wohl das Management gewechselt und seitdem ging es mit den Bewertungen deutlich nach oben. Da der Rückflug mit Sun Express stattfinden sollte, als nicht die Gefahr bestand, in Ägypten zu stranden, hatten wir uns entschlossen, das Abenteuer einzugehen. Wir haben es nicht bereut.

Der Abflug von Düsseldorf war pünktlich, der Flug ereignislos. Man muss sich damit abfinden, dass es auf Mittelstrecken nicht mehr das Geringste an Service gibt, sogar eine Flasche Wasser muss man kaufen, von einem Imbiss ganz zu schweigen. Die Ankunft am International Airport Marsa Alam und der Transfer zum Hotel waren ebenfalls unproblematisch. Erwähnenswert ist da nur die Sache mit den Visa. Da wir nach unserer Buchung feststellen mussten, dass unsere Reisepässe gerade so abgelaufen waren, waren wir erleichtert, dass man auch mit einem Personalausweis einreisen konnte. Dazu sollte man zwei aktuelle Fotos mitbringen. Gebraucht wurde dann aber nur eines. Naiverweise hatte ich angenommen, dass dort vor Ort - ähnlich wie in unseren Einwohnermeldeämtern - ein Stanzer verfügbar wäre, um die Bilder aus dem Viererblock, den ich mitgenommen hatte, auszuschneiden. Von wegen. Es war nicht einmal eine Schere vorhanden. Die Lösung des zuständigen ägyptischen Mitarbeiters: Ausreißen. Schnell und pragmatisch. Das hat er sogar so gut geschafft, dass die übrigen Fotos noch brauchbar sind. Der ganze Bereich des Flughafens gleicht eher einem Bazar. Es gibt eine offizielle Stelle, an der man die Visa bezahlen kann, die aber irritierend mit "Bank" bezeichnet ist. Und man muss natürlich die Formulare etc. selbst suchen, bekleben und ausfüllen. Die Lösung der Reiseanbieter: Eigene Stände, an denen man damit versorgt wird. Eine zum Visum bei Ein- und Ausreise zusätzlich benötigte Infokarte muss man dann aber immer noch selbst ausfüllen. Diesen Service lassen sich die Anbieter mit einem Aufschlag von einigen Euro aber auch bezahlen. Erst mal verwirrend ist auch, dass man ohne bezahlt zu haben, die eigentliche Passkontrolle passiert und sich daher fragt, ob man nicht vergessen wurde. Im Transferbus folgt dann die Auflösung, da man dort dann 30 € je Visum abkassiert. Offizieller Preis bei der "Bank" ist, soweit ich weiß, 25 US$. Über den ganzen chaotischen Zirkus hat Aga es geschafft, unsere Unterlagen an dem Stand der Reisegesellschaft liegen zu lassen. Das hat sie  erst gemerkt, als wir schon hinter der Passkontrolle angekommen waren(immerhin). Aber kein Problem, die Sicherheitsleute waren ganz entspannt und ließen Aga noch mal durch, um die Mappe zu holen. Bitte schaut auch beim Auswärtigen Amt nach Reisewarnungen und Einreisebestimmungen für Ägypten nach.

Noch ein Wort zum Rückflug. Da wir beide groß sind, haben wir uns beim Check-In XL-Sitze reserviert. Das kostete bei Small Planet 30€ / Sitz, auf dem Rückflug bei SunExpress 20€. Nicht ganz billig, wäre aber den Preis wert gewesen, wenn nicht... Auf beiden Flügen saßen wir in der Mitte auf Höhe der Tragflächen an den Notausgängen. Das war beim Airbus A320 auf dem Hinflug auch weiter kein Thema. Zurück hatten wir aber eine Boing 737. Zuerst haben wir uns gefreut, dass diese Maschine großzügiger bestuhlt war als der Airbus, sowohl die Notausgänge als auch die normalen Reihen hatten mehr Beinfreiheit (dafür hatten die XL-Sitze der Boing in der ersten Reihe ihren Namen und ihren Preis nicht verdient). Und die Triebwerke waren um einiges leiser. Der Nachteil der Notausgangssitze in der Boing zeigte sich erst später in der Luft. Durch die Klappen / Verkleidung der Notausgänge drang die Kälte herein, so dass man fürchten musste, an der Wandverkleidung festzufrieren. Darauf angesprochen bot man uns den Kauf (!) einer Decke für 10€ an. Auch die Chefsaftschubse war nicht zu erweichen. Dafür bekamen wir völlig nichtssagende, aber wahrscheinlich oft geübte nichtssagende Floskeln an den Kopf geworfen. Die einzige, einigermaßen verwertbare Information, die dabei floss, war, dass das Problem bekannt sei. Immerhin erhielt Aga eine freie normale Reihe ganz für sich. Warum sich das Problem nicht lösen lässt und warum man, wenn man den Sitz schon extra bezahlen muss, nicht einfach eine Decke bereitlegt, ist mir unverständlich. So eine Verärgerung der Kundschaft muss doch nicht sein.



Der Hotelstrand

Hier einige erste Eindrücke in aller Kürze für alle, die sich nicht den ganzen Bilderwust anschauen möchten. Falls dabei der Eindruck entstehen sollte, dass irgendwie die Menschen fehlen: Die Anlage ist für 1.200 Gäste ausgelegt. In der fraglichen Zeit waren immer weniger als 100, im Minimum nur wenig mehr als 40 (!) anwesend. Wirklich schade für die Anlage, aber toll für uns.


Die Beach-Bar


Dieses Glas verschwand dann leider und wurde durch einfache Gläser ersetzt. Das Ägyptische Bier schmeckt erstaunlich gut. Vom Ägyptischen "Whisky" sollte man aber tunlichst die Finger lassen. 2007 waren wir in Nuweiba und trotz der lange zurückliegenden Zeit hatte ich dieses Zeug noch in schlechter Erinnerung.


Der "Eden"-Pool


Und jetzt in aller Ausführlichkeit.


Ein erster Rundgang über den Strand und durch die Anlage


Alle Panoramen können in großer Auflösung durch Anklicken aufgerufen werden.


Das Wasser wird durch Entsalzung gewonnen, wie in der Wüste auch nicht anders zu erwarten ist. Dennoch wurde großzügig bewässert.


Blick von unserem Balkon


Unser Zimmer lag im letzten Gebäude nicht weit vom Restaurant entfernt.


Jala... Lets walk to the beach.


Rechts das Flachwasser vor dem Riff. Warm und maximal hüfttief.


Die Anlage ist sehr weitläufig und war natürlich in weiten Teilen nicht belegt.


Man muss natürlich Abstriche beim Grün machen, da Wasser knapp und teuer ist. Aber die Anlage liegt nun einmal in der Wüste.


Das alles gehört noch zum Resort - einschließlich des Stegs, der zur Riffkante führt und zum Schnorcheln und Tauchen genutzt werden kann.


Dieser Teil der Anlage ist ungenutzt. Links befindet sich eine geschlossene Shoppingmall und da mittendrin geht es zum Aquapark. Man kann aber auch von der großen Rezeption gehen oder mit dem Shuttlebus fahren.


Ein Blick zurück zum Strand.

Vielleicht sei mir noch eine Bemerkung zu den Panoramen gestattet: Die sind alle ohne Stativ aus der Hand gemacht und (ein wenig aus Bequemlichkeit) mit automatischer Belichtung entstanden. Hier sieht man das mit der Belichtung anhand des etwas fleckigen Himmels deutlich. Bei anderen Panoramen (besonders bei denen, die ich mit dem Handy gemacht habe), gibt es am Horizont kleine Absätze, wo die Einzelbilder nicht zu 100% zusammenpassen. Aber für eine Dokumentation, denke ich, reicht es allemal.


"Unser" Haus. Unser Zimmer lag unten rechts und damit am nächsten zum Restaurant.


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© 2018  Gregor Jonas
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