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Insel Langeoog

13 - 19.11. 2017

Langeoog (ostfriesisch lange = lange, oog = Insel, also lange Insel) ist eine der Ostfriesischen Inseln im Nordwesten Deutschlands, die dem Festland des Bundeslandes Niedersachsen zwischen der Ems- und Wesermündung in der Deutschen Bucht vorgelagert sind. Nachbarinseln sind Spiekeroog im Osten und Baltrum im Westen. Langeoog gehört als Einheitsgemeinde zum Landkreis Wittmund [Wikipedia]. Alle ostfriesischen Inseln liegen innerhalb des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und gehört damit zu dem umfassenderen Gesamtkonstrukt Nationalpark Wattenmeer, dass auch die Teile von Hamburg bis hinauf nach Schleswig-Holstein umfasst.


Langeoog ist schön (Homepage der Inselgemeinde Langeoog). Dennoch wären wir nicht auf die Idee verfallen, ausgerechnet Mitte November auf einer Nordseeinsel Urlaub zu machen, wenn nicht meine Tochter genau dann dort heiraten wollte. Also haben wir uns eine Ferienwohnung gesucht und sind ein paar Tage früher angereist als der Rest der Familie, die alle im gleichen Hotel (Nordseehotel Kröger) untergebracht waren.

Meine Tochter war im Alter von 4 oder 5 Jahren, also 1990 oder 1991 schon einmal mit ihrer Mutter und mir dort, dennoch war ich ziemlich überrascht, als sie mit ihrem zukünftigen Gatten bei uns auftauchte, um uns die frohe Botschaft zu verkünden und mich gleichzeitig als Hochzeitsfotograf zu verpflichten. Die nachfolgenden Fotos sollen aber keine Hochzeitsdokumentation sein, auch wenn am Ende ein paar entsprechende Bilder eingestellt sind. Da wir in der Woche wirklich fast alle Wetterlagen erleben durften (einschließlich eines kleinen Sturms mit so etwas wie einer kleinen Sturmflut), konnte ich eine Reihe von schönen Fotos der Insel machen.

Da die Weite der Landschaft geradezu nach Panoramaaufnahmen ruft, sind natürlich auch einige zu sehen. Diese Panoramen lassen sich durch Anklicken vergrößern, weil man ja sonst nur wenig zu sehen bekommt.

Los geht ein Urlaub auf einer Insel in der Regel im Hafen auf dem Festland los, der im Fall von Langeoog in Bensersiel liegt. Auf der Anreise hatten wir ruhiges und sonniges Wetter und dementsprechend ruhige See.






Kurz nach dem Ablegen.
Die schwereren Gepäckstücke gibt man auf und kann sie gegen entsprechenden Aufschlag auch bis zum Bestimmungsort transportieren lassen. Zum Ausladen aus dem Auto kann man bis direkt vor das Hafengebäude fahren. Danach parkt man auf einem großen, bewachten Parkplatz in unmittelbarer Nähe. Da Langeoog Autofrei ist, muss man sein Gepäck dort per Hand schleppen oder sich eine Kutsche mieten. Sofern man in der Nähe des Ortskerns untergebracht ist, sind die Entfernungen aber sehr überschaubar und wenn der Koffer Rollen hat, ist der Transport kein Problem. Problematisch ist jedoch der Umgang der Schifffahrtgesellschaft (hier mit 3 "f" geschrieben, obwohl überall am Hafen und auf der Insel die alte Schreibweise mit 2 "f" benutzt wird. Anfangs nahm ich noch an, dass die große Aufschrift auf dem Hafengebäude seit der letzten Rechtschreibreform nicht geändert worden sei, aber sowohl auf dem Gepäckaufkleber als auch im Fahrplan erscheint noch die alte Schreibweise) mit dem Fahrplan. Im Internet fehlte die Fähre um 13:30 Uhr und auch die Dame der Tourismusinfo hatte keine Ahnung. Und im aktuellen Fahrplan, der netterweise in unserer Ferienwohnung aushing, war die Abfahrt eine Stunde zu früh aufgeführt. Es empfiehlt sich daher, genau zu schauen und nachzufragen.





Windkraftspargel


Ein erster Blick auf die Insel


Bei einem solchen Wetter wirkt die Insel Langeoog frisch und friedlich.


Hauptgebäude des Jandia Princess


Am Hafen angekommen, geht es mit einer kleinen Schmalspurbahn in der Holzklasse weiter zum Inselbahnhof, der am Rande des Inseldorfs liegt. Vor dem Einsteigen muss man sein in Bensersiel aufgegebenes Gepäck wieder in Empfang nehmen, wenn man nicht für die Beförderung bis zur Unterkunft bezahlt hat. 


Irgendwie wirkt das Bähnchen wie eine Spielzeugeisenbahn und ich vermute, das genau das beabsichtigt ist.



Die evangelische Inselkirche


Unsere Unterkunft, die sehr zentral gelegen war und die reichlich Platz zu einem angemessenen Preis bot. Außerdem war sie sehr sauber.


Ein kleines Panorama des Wohn / Küchenbereichs.


Am nächsten Morgen war die Sonne verschwunden und das zu erwartende Novembergrau hatte uns eingeholt. Aber immerhin war es relativ warm und recht angenehm. Von der sommerlichen Überfüllung war nichts zu spüren, was uns aber nur recht war.


Dafür gab es mitten im Ort eine Baustelle, aber auch das war nicht wirklich störend.


Die Strandkörbe vor dem Rathaus dienten in dieser Jahreszeit wohl eher der Dekoration.


Das Dorf war sehr gepflegt und Gärten und Parkanlagen machten einen fast schon peniblen Eindruck.


Da Autos auf Langeoog nicht erlaubt sind (mit Ausnahme von Baufahrzeugen, Feuerwehr und Rettung), bedient man sich der eigenen Füße, Elektrokarren und Pferdekutschen. Und natürlich den Fahrrädern.


Fahrradparkplatz am Bahnhof.


Das Wahrzeichen der Insel: Der Wasserturm, der weithin sichtbar zwischen Ort und Nordstrand liegt.


Millionen von Ziegeln wurden für die Straßen und Wege durch die Dünen verlegt. Da die Sanddünen dem Küstenschutz dienen, ist deren Betreten verständlicherweise streng verboten.


Der Wasserturm Langeoog vom Strandzugang aus gesehen.




Hier sieht man die hügelige Dünenlandschaft, die an den windgeschützteren Stellen auch von Strauchwerk bestanden ist. Unter anderem wächst hier Sanddorn, der auf der Insel zu allerlei Köstlichkeiten verarbeitet wird.


Ein Holzbohlenweg führt zum Strand.



Bunte Buden, die zu dieser Jahreszeit aber fast alle geschlossen waren. Allerdungs habe ich mich gefragt, wer einen grünen Döner essen möchte. Bei der Vorstellung schüttelt es mich...


Die andere Seite der bunten Buden.



Bei trübem Wetter gehen See und Himmel fast nahtlos ineinander über.




Bei der richtigen Perspektive scheint man mitten im Gestrüpp zu stehen.


Der Weg verschwindet immer wieder im Nirgendwo.


Es war recht windstill und dementsprechend gering war der Wellengang.


Nur wenige Spaziergänger bevölkerten den endlos langen Sandstrand.



Auf der ganzen Insel gibt es nur drei reetgedeckte Häuser. Das eine wurde von Lale Andersen bewohnt und wird jetzt als Ferienhaus vermietet.



Das Heimatmuseum "Seemannshus", wo dann auch die Hochzeit stattfinden sollte. Im Herbst und Winter ist das Museum aber für normale Besucher geschlossen.


Die Rückseite des Seemannshus.



Mit der richtigen Kleidung ist auch im November ein Strandspaziergang schön.



Ein Fasanenhahn. Auf der Insel habe ich einige Fasanen gesehen, die ich zuhause seit Jahrzehnten nicht mehr entdeckt habe. Außerdem gibt es auf Langeoog viele Rehe.




Ein Blick auf Langeoog-Dorf von einer Aussichtsdüne aus gesehen.


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© 2017  Gregor Jonas
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