Ägypten


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Urlaub in Nuweiba am Golf von Aqaba, Sinai, Ägypten
15. - 29.05.2007, Hotel Hilton Nuweiba


Nach längerer Zeit war mal wieder eine Reise in den Süden fällig. Unser Auge fiel dann schnell auf Ägypten, genauer auf den Sinai, weil der uns sicherer erschien als eine Nilreise. Nachdem dort eine Unterkunft gefunden und im Internet die Bewertungen früherer Urlauber dazu gelesen waren, haben wir gebucht. Dann noch eine Unterkunft für unsere Hunde gesucht und dann ging es auch schon ab Richtung Flughafen. Am Vortag noch schnell zum Bürgerbüro, weil mein Reisepass abgelaufen war (man hätte ja vorher mal reinschauen können). Im Nachhinein weiß ich aber, dass man auch mit dem Personalausweis hätte einreisen können. Solche Informationen und Sicherheitshinweise sowie derzeit für Ägypten zu beachtende Reisewarnungen sollte man auf der Seite des Auswärtigen Amtes nachlesen. Gute Tipps für einen Urlaub mit Hund sind auch bei Holidayinsider zu finden.

Der Flug von Düsseldorf nach Sharm El Sheikh verlief problemlos. Die Wüstenlandschaft, durch die der etwa 160 km weite Transfer entlang einer gut ausgebauten Straße führt, war beeindruckend, aber gewöhnungsbedürftig. Zwischendurch gibt es Checkpoints, an denen handgeschriebene Zettel zwischen Fahrer und den Wachhabenden ausgetauscht und manchmal auch Ausweise kontrolliert werden, vermitteln ein zwiespältiges Gefühl der Sicherheit.

Checkpoint


Rechts und links tauchen immer neue Felsformationen auf. Selten sieht man Bäume, die nur bei genauer Betrachtung tatsächlich Leben zeigen. Da später noch genug Bilder aus den Bergen folgen, spare ich mir hier die weiteren Fotos, die ich aus dem Transferbus gemacht habe


Im Hotel Hilton Nuweiba angekommen, zog es sich zu und in den Bergen begann es zu regnen. Später hat es auch im Hotel einmal kurz (etwa 3 Minuten), aber kräftig geschauert. Warum nur muss man das Wetter von Zuhause mit in den Urlaub nehmen?


Aber der Spuk dauerte nicht lange und das gewohnt trockene Wüstenwetter kehrte zurück. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr gering, obwohl man direkt am Meer ist. Beispiel: Wenn man in den Tropen eine gekühlte Flasche auf den Tisch stellt, läuft das Kondenswasser zu einer großen Pfütze zusammen. Hier beschlägt die Flasche lediglich ein wenig.

Auf dem Foto sieht man die Gebäude zwei und drei von Building eins aus. Hier sind die geräumigen und sehr sauberen Gästezimmer untergebracht. Es gibt eine Minibar und einen kleinen Safe. Was irritiert, ist das Fehlen einer Klobürste, zumal fast alle Gäste irgendwann einmal unter Durchfall leiden. Auch wir sind davon leider nicht verschont worden.

Die Gäste waren international, wenige Deutsche und recht viele Engländer. Aber durchweg nette Leute. Ein wenig Englisch sollte man sprechen. Es gibt wenig Personal, das etwas Deutsch spricht und davon niemanden an der Rezeption. Es gibt auch eine Tauchschule, die einen guten Ruf genießt. Allerdings waren die an unserer Anfrage recht desinteressiert, so dass wir von unserer Idee, vielleicht einen Tauchschein zu machen, wieder Abstand genommen haben. Außerdem sind die dortigen Preise mehr als happig. Auch ein Mädel, das wir kennen gelernt haben und das jeden Tag tauschen ging, war von der Lustlosigkeit der Tauchschulleute enttäuscht.

Die Berge im Hintergrund liegen auf die andere Seite des Golfs von Aqaba und gehören zu Saudi Arabien.


Mit Hilfe von Entsalzungswasser wird der Wüste ein Stück Grün abgetrotzt.


Die Rezeption und die Küste Richtung Dahab.


Das Hauptrestaurant. Rechts dahinter liegt der "Italiener"


Der Hauptpool mit Bar.


Dort kommt die Straße nach Sharm El Sheikh aus den Bergen. Im Vordergrund Nuweiba Hafen.


Panorama der Küste südlich des Hafens. Mit einem Klick auf das Bild kann es vergrößert werden.


Blick aus unserem Zimmer im 1. Stock.


Die Anlage wurde liebevoll gestaltet. Gerade Wege sucht man vergeblich.


Noch mal die Bettenhäuser mit der Gartenanlage.


Vom Strand Richtung Pol geschaut.


Am Strand stehen Sonnenschirme und bequeme Liegen. Weil das Hotel nur zu etwa 60% belegt war, brauchte man sich keine Gedanken über eine "Reservierung" zu machen. Was man tunlichst unterlassen sollte: Mittags barfuss über den Sand zu laufen. Das gibt Brandblasen (fragt mich lieber nicht weiter...). Auch eine Strandbar gibt es, die aber nur bis 17:30 Uhr geöffnet hat.

Apropos Belegung: Entlang der gesamten Küste reiht sich eine Baustelle neben die andere. Dazwischen sind fertige Hotels, die noch weniger Gäste haben als das Hilton. Wegen des Palästinakonfliktes fehlen die Israelis als Gäste.

Am Strand des Hilton gibt es keine Korallenriffe, man kann bequem auch ohne Schuhe ins Wasser gehen. Das Wasser ist wunderbar, farblich eine Augenweide aber sehr salzig. Etwas weiter (ca. 10 Minuten zu Fuß) links Richtung Taba beginnt das Riff. Die Gäste der oberhalb gelegenen Hotels müssen über die Korallen laufen, um zu schwimmen, was diesen nun gar nicht gut tut (den Korallen, nicht den Gästen).


Auf der Jagt nach dem Skarabäus auf dem Krocketplatz.


Mit der Prinzess sind wir dann zum Schnorcheln gefahren. Der Spaß hat uns 35 € pP gekostet, hat sich aber gelohnt, weil wir zufällig einer recht großen Delfinherde begegnet sind. Delfine sind in dieser Jahreszeit selten, da sie zur Paarung weiter den Golf hinaufziehen. Ein Tipp von mir: Bevor man einen solchen Schnorcheltripp bucht, sollte man sich das Riff links neben dem Hotelstrand angesehen haben.


Aber für diesen Anblick hat sich die Fahrt alleine schon gelohnt. Das Riff selbst ist schön, scheint auch noch ziemlich gesund zu sein. Im Gegensatz zu Taba findet man kaum Seeigel, was für die Wasserqualität spricht.


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(c) Gregor Jonas 2007
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