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Nationalpark Eifel

Wilde Narzissen im Fuhrtsbachtal und Perlenbachtal

18.04.2010

Die Narzissenwiesen im Nationalpark blühen wieder.


Unter fachkundiger Führung ging es entlang des Furtsbachs und des Perlenbachs an einem sonnigen Sonntag durch eine wunderbare Landschaft im Nationalpark Eifel.

Die Narzissen blühten, wenn auch noch nicht so zahlreich. Denn nach dem langen und harten Winter braucht die Natur ein wenig länger, um zu erwachen.


Typisch für die Eifel an der belgischen Grenze sind die gesprengten Bunker des "Westwalls" oder Ardennenwalls.




Überall fließen kleine Rinnsale, wie hier der Furtsbach, die sich dann in den Perlenbach ergießen.


Auenlandschaften mit Grasland, das von Narzissen durchzogen ist, erfreuen das Auge.


Zuerst stehen die Narzissen nur vereinzelt am Wegesrand. Das Verlassen der Wege ist im Interesse der Natur und aller Besucher verboten.


Dort, wo alte Baumbestände stehen, bilden sich Lichtflecke auf dem Waldboden. Junge Buchen wachsen im Schutz der großen Bäume heran.


Narzissen sind Zwiebelpflanzen und stehen typischerweise in dichten Gruppen zusammen.





Entlang der Bäche stehen moosbewachsene Bäume und Sträucher.


Rote Pestwurz oder gewöhnliche Pestwurz. Auch ein typischer Vertreter auf feuchten Wiesen.


Auch der Seidelbast mit seinen unmittelbar am Zweig entspringenden Blüten ist hier zu finden.


Und immer wieder Narzissen.


Geflecktes Lungenkraut.


Die intensiv gelb leuchtenden Narzissen bilden einen herben Kontrast zur Umgebung, die erst zögerlich wieder eine grüne Farbe annimmt.


Huflattich.


Das man nicht völlig von der Zivilisation isoliert ist, zeigen diese Windräder, die zwar außerhalb des Nationalparks stehen, von dort aus aber gut zu sehen sind.


Wo keine Forstwirtschaft betrieben wird, bildet das Dickicht seltsame Formen.


Man merkt, dass man hier über 600 m über dem Meeresspiegel liegt. Die Natur treibt spät aus.



Der Perlenbach hat seinen Namen von Süßwassermuscheln, die Perlen bilden. Besser sollte man sagen, gebildet haben. Denn sie sind so gut wie verschwunden. Mühsam versucht man, die letzten Reste zu retten und wieder zu vermehren. Aber selbst wenn das gelingen sollte, dürften noch viele Jahrzehnte vergehen, bis die Muscheln wie im Mittelalter den Bachboden völlig bedecken.

Ehemalige Hindernisse für die Wasserbewohner wie Einrohrungen, die auf Grund der hohen Fließgeschwindigkeit des Wassers darin nicht überwunden werden konnten, wurden inzwischen beseitigt und durch solche Anlagen ersetzt.


Eine Ahnung, wie es hier im einigen Jahrzehnten aussehen könnte, bietet diese gebrochene Buche. Die Fichten werden dann verschwunden sein.


Eine weitere Lichtinsel am Waldboden.


Unter die Fichten wurden Buchen gesetzt, die im Schutz der großen Bäume heran wachsen sollen. Sobald sie die erforderliche Größe erreicht haben, werden die Fichten entnommen und die Buchen sollen ohne weitere Eingriffe wachsen. Da die Fichte hier nicht heimisch ist, wird sie aus eigener Kraft nicht mehr zurückkehren können.


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(c) 2010 Gregor Jonas
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