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Weißer Minimalismus | White Minimalism


Schnee. Nichts verändert das Aussehen einer Landschaft schneller und stärker. Fotografisch wegen der schwierigen Lichtverhältnisse eine Herausforderung. Aber eine Herausforderung, die sich lohnt, weil sich wunderbare Motive ergeben.

Schnee reduziert die Farben, erhöht die Kontraste, überdeck Unebenheiten und verringert die Zahl der Details. Kurzum, Schnee reduziert die Landschaft auf wesentliche, dafür aber markante Linien. Im Frühjahr 2010 begann ich damit, diese Eigenschaften durch die Bildbearbeitung noch weiter zu verstärken. Heraus kam diese Serie "Weißer Minimalismus". Die unter den Bildern angeführten Jahreszahlen beziehen sich auf die Entstehung des Originalbildes. Die Bearbeitung der meisten Bilder erfolgte im Januar 2011.

Wintergrafik

Der erste Versuch Anfang 2010, ein Bild nur auf die entscheidenden Linien zu reduzieren. Heraus kam dieses recht abstrakte Bild von Gräsern, die aus einer Schneedecke hervorlugten.


Diesen Versuch wiederholte ich im darauf folgenden Winter.


Bei einem geeigneten Motiv bleibt die Gegenständlichkeit gewahrt.


In den Wald

Hier sind noch viele Details erhalten. Nur durch die Verstärkung der Kontraste ergab sich die Linienführung des Weges, der letztlich die Tiefe des Bildes ergibt.


Schneewehe

An diesem Bild wurde kaum gearbeitet. Nur durch den quadratischen Schnitt und die beiden Äste ergibt sich ein spannender Bildaufbau. Die Färbung ergibt sich aus dem späten Abendlicht.


Der Haussegen hängt schief

Danach begann ich, mit der durch den Schnee bereits begonnenen natürlichen Freistellung der Motive zu experimentieren und entfernte sämtliche sie umgebende Details. Heraus kamen eine Reihe schöner Solitärbäume, deren Wirkung durch nichts beeinträchtigt wird.


Ruheplatz I

In unserer Kulturlandschaft spielen Weidezäune immer noch eine große Rolle. Leider wird Vieh immer mehr in sterilen Ställen gehalten, aber die Zäune stehen noch. Durch sie erreicht man spielerisch die nötige Tiefe im Bild.


Der Apfelbaum

Skurril und knorrig wirken manche alten Obstbäume.


Ruheplatz II


Jagd-Hund


Weidezaun I

Nur ein hinter dem Horizont verschwindender Weidezaun mit etwas Blau. Und trotzdem ein Bild.


Weg mit Wegekreuz

Ein aus mehreren Elementen komponiertes Bild, das durch seine perspektivische Tiefe in die weiße Leere zieht.


Weidezaun II


Y

Ein kleiner Baum mit seltsamer Form.


Pferdestall

In dieser Auflösung sind die beiden Pferde leider kaum zu erkennen. Eine für die Eifel typische Agrarlandschaft.


Einsamer, mistelbesetzter Baum.


Schneelandschaft

Alle Elemente und Linien der Landschaft bleiben hier erhalten. Das Fehlen von Farbe und Flächendetails lenkt das Auge auf die verbliebenen Strukturen.


Die Futterkrippe


Alter Mistelhain

Von Misteln besetzte alte Obstbäume bei starkem Schneefall aufgenommen. Die Körnung des Bildes ist also nicht künstlich hinzugefügt worden.


Der Einzelgänger


Twins

Zwillinge auf einer Wiese. Durch die Wegnahme jeglichen Bezugs auf die Umgebung wirken die beiden alleine durch ihre Form.


Wiesenrain

Eine Gruppe Bäume am Wiesenrand.


Kiefern I

Kiefern, die an einem Viehunterstand wachsen.


Kiefern II


Solitärkiefer


Alt

Ein uralter Apfelbaum, über und über mit Misteln behangen neben einem nur noch aus ein paar losen Brettern bestehenden Schuppen. Man kann sich ausmalen, wann dort zuletzt Hand angelegt worden ist. Die leichte Körnung stammt vom Schnee, der während der Aufnahme gefallen ist.


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© Gregor Jonas 2011
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