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Fuerteventura, Halbinsel Jandia

**** Hotel Jandia Princess

April 2016


Von Costa Calma aus ging es nach La Pared, wo ich ein paar Tage später noch einmal mit einer geführten Quad-Tour eine Mittagspause einlegen sollte. Zumindest dann, als wir uns in einem der zahlreichen Kreisverkehre und nach einigen Fehlversuchen endlich in die richtige Richtung gefunden hatten. Keine Beschilderung und eine veraltete Karte des Autovermieters waren die Ursache.


Links La Pared, im Hintergrund eine landwirtschaftliche Anbaufläche unter Folie. Inzwischen gibt es auf Grund des Wassermangels nur noch sehr wenig eigenen Anbau.



In La Pared gibt es zwei schöne, schwarze Sandstrände. Zu dem ersten kommt man, wenn man auf der Zufahrtstraße mehr oder weniger gerade aus durch den Ort fährt. Da man uns bei der Autovermietung gesagt hatte, dass wir nur auf Asphalt fahren dürften, haben wir diesen Strand nicht gefunden. Denn der Asphalt hört im Ort einfach auf. Später war ich mit dem Quad dort, aber da hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Der andere Strand befindet sich etwas weiter rechts. Dort gibt es auch ein schönes Restaurant.





Bei unserem Besuch waren die Wellen ziemlich klein, aber einer der Guides bei der Quad-Tour erzähte mir, dass die Surfer auf bis zu 9 Meter hohen Wellen reiten würden.


Berge mit Mütze



Schwarzer Sand ist etwas gewöhnungsbedürftig, sieht ganz anders aus als normaler Strandsand, fühlt sich aber ziemlich gleich an. Zumindest dann, wenn die Sonne nicht ungebremst darauf brennt.


Neben dem Lava- und Basaltgestein, dass die schwarze Farbe ergibt, gibt es an der Westküste auch Sandstein sowie Kalk. Und das oftmals völlig chaotisch gemischt.



La Pared liegt ganz links, was man in der Vergrößerung dieses Panoramas vielleicht noch erkennen kann. Hinter der Felsnase liegt die vorhin angesprochene zweite Bucht mit schwarzem Sandstrand. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.





An den steilen Stellen geht es ganz schön abwärts.



Wenn man sich vorstellt, dass hier 9 Meter hohe Wellen auflaufen, dann muss es dabei ganz schön zur Sache gehen.


Nicht völlig gelungenes Panorama Richtung Norden, besser Nord-Nord-Ost.


Oben auf dieser Felsnadel hat man einen wunderbaren Ausblick den gesamten Küstenabschnitt entlang.



In Löchern sammelt sich die Gischt und zurück bleibt Salz. Manchmal bilden sich erstaunliche Formen aus.


Ob sich diese frei hängende Felsnase noch lange halten wird, darf man wohl bezweifeln. Ich würde mich jedenfalls nicht darauf stellen müssen.



Nach dieser Stippvisite ging es Richtung Norden.


Soweit das Auge reicht, gibt es so gut wie kein Grün. Doch die Landschaft zeigt anhand der Erosionsspuren deutlich, dass es, wenn auch selten, sehr heftig regnen muss.



Auch hier gibt es noch Spuren von Landwirtschaft. Im Hintergrund sieht man die Ebene der Halbinsel Jandia.


Kaum zu sehen ist eine Bucht der Westküste. Es dürfte sich dabei aber nicht um La Pared handeln.


Unterwegs haben wir dann am Aussichtspunkt am Montaña Cardón, auf dem sich ein "Lichtschutzgebiet" und ein astronomischer Beobachtungspunkt befinden. Hier gibt es weit und breit kein künstliches Licht, dass die Beobachtung der Sterne trüben würde. Oder anders ausgedrückt: Hier wird es nachts noch so richtig dunkel. So ganz ohne Lichtverschmutzung. Von hier oben kann man die Landenge von Jandia und den höchsten Berg Fuerteventuras, den Pico de la Zarza (807m), sehen.




Und da ist er, der Pico de la Zarza.


Ansonsten gibt es in der Wüste nur wenige Gehöfte mit ein wenig Landwirtschaft unter Folie.




Hier sieht man noch einmal die Landenge von Jandia. Wenn man genau hinschaut, kann man sogar die Ostküste erahnen.


Und noch einmal ein ziemlicher Rundumblick vom Aussichtspunkt. Ohne einen vergrößerten Aufruf sieht man hier fast nichts.




Eine Landschaft, die an Kargheit kaum zu überbieten ist. Und dennoch unglaublich beeindruckend.




Danach fuhren wir wieder zur Westküste herunter nach Ajuy, wo es ebenfalls einen schwarzen Strand, Kalk- und Sandstein sowie Höhlen gibt. Dort gab es auch ein leckeres Mittagessen am Strand.



Ajuy, ein kleines Fischerdörfchen.



Las Cuevas de Ajuy, die Höhlen von Ajuy.


Nein, das sind noch nicht die angesprochenen Höhlen. Aber man sieht, wie eine Kalk- oder Sandsteinschicht zwischen vulkanischem Gestein liegt.



Die geologischen Besonderheiten werden hier auf dieser Tafel ausführlich dargestellt. Ich spare mir daher eine Zusammenfassung.


Was man hier an Schichtungen, Durchmischungen und Gesteinsadern auf kleiner Fläche zu sehen bekommt, ist schon atemberaubend. Und außerdem sehr schön anzusehen.


Über eine bequeme Rampe kommt man auf den Pfad, der zu den Höhlen führt.




Ausgewaschener Kalkstein.


Und daneben poröser, bröseliger Sandstein.


Hier wurde Kalk gebrannt. Praktischer Weise in einem direkt in den Fels gehauenen Ofen. Natürlich war damals kein Sicherungsgitter darüber angebracht.




Gesteinsmischung in schwarz/weiß (oder Eierschale).



Noch ein Detail, dass die Fantasie anregt.


Der untere Eingang des Brennofens, den viele Touristen wohl mit einer Toilette verwechseln. Echt zum Fremdschämen.



Auf dem Weg zu den Höhlen.




Die Kraft des Wassers lässt sich hier mehr als nur erahnen. Im Vordergrund sieht man Basaltsäulen aus dem Wasser ragen.



Schlachtfeld der Gezeiten und ihre Opfer.


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© 2016  Gregor Jonas
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