Berlin 2014

Ein Kurztrip in die Hauptstadt


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Berlin ist die Stadt der Politik, der Kunst und der Museen. Sie vereint erstklassige Restaurants und alternative Szene-Kneipen und ist immer eine Reise wert. Allein 2014 kamen über 10 Millionen Besucher, welche die Highlights der Stadt entdecken wollten. Berlin zählt nicht nur für die Touristen aus aller Welt, sondern auch für die Deutschen immer wieder zu den beliebtesten Reisezielen. Egal ob Freunde, Familie oder Singles anreisen, Berlin bietet jedem das richtige Freizeitprogramm. Da ich auf die vielen Eindrücke unserer Hauptstadt gespannt war, machte auch ich mich 2014 auf nach Berlin. Eine Kurzreise, die möglichst wenig Geld kosten sollte. Also mit dem Fernreisebus für 20 € je Fahrt und Übernachtung im Hostel. Eigentlich bin ich ja zu alt für so etwas... Rückblickend kann ich sagen, dass es anstrengend war und das es so viele Eindrücke gab, dass es sich trotz allem gelohnt hat.

Zur Anreise: Der Fernbus war easy zu buchen, gut organisiert ... und ziemlich langsam. Abfahrt war in Köln, wobei je nach Anbieter und Linie viele andere Lokationen in Frage hätten kommen können. Leider war das keine Direktverbindung nach Berlin, sondern es gab Zwischenstopps in Wuppertal, Kassel, Göttingen und Braunschweig. Und Staus, weil die Fahrt Freitag Nachmittag startete. Erst um ca. 1:00 Uhr nachts waren wir dann in Berlin und vom ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) mussten wir noch zum Hauptbahnhof kommen. Der Nahverkehr funktioniert in Berlin prima, ist für jemanden aus der Eifel, wo außer einem Schulbus nichts fährt, aber recht schwer durchschaubar. Und eine Streckensperrung wegen Bauarbeiten verhinderte zudem noch eine Direktfahrt zum HBF und erforderte ein Umsteigen in den Schienenersatzverkehr, sprich Bus. Aber alles keine unlösbaren Probleme, zumal man auch zu dieser Zeit immer jemanden findet, den man fragen kann. Gut, man sollte nicht erwarten, auch noch eine hilfreiche Antwort zu erhalten, aber immer eine freundliche Erwiderung. Was aber erstaunlich war: Im Hauptbahnhof gab es nicht ein Restaurant, dass geöffnet hätte. Nichts zu essen, rein gar nichts. Da waren wir doch dankbar, dass unser Hostel günstig Tiefkühlpizza im Angebot hatte, die auch noch schmeckte.

Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann los, die Stadt erkunden. Das Hostel liegt in der Lehrter Straße und von dort aus ist der Hauptbahnhof schnell zu Fuß zu erreichen. Man kann durch eine ziemlich urige Kleingartenanlage gehen, die mitten im Herzen der Stadt immer noch gedeiht.




Auch wenn das hier nicht so aussieht, ist hier abends einiges los. Man sitzt hier zusammen, grillt, trinkt und lässt es sich gut gehen.


Der im März 2006 eröffnete Hauptbahnhof mit seiner spektakulären Architektur über fünf Geschosse galt bei seiner Eröffnung als "Meisterleistung moderner Ingenieurbaukunst", dennoch wurde im Januar 2007 die Fassade durch den Sturm "Kyrril" schwer beschädigt. Inzwischen steht der 1,2 Milliarden Euro teure Nachfolgebau des Lehrter Kopfbahnhofs, der von 1871 bis 1959 an dieser Stelle stand, aber schon seit einigen Jahren stabil.



Nach der Gartenanlage kommt man an der Mauer des Geschichtsparks "Ehemaliges Zellengefängnis Moabit" vorbei.


Und irgendwie sieht es so aus, als ob hier immer noch Platz in Hülle und Fülle vorhanden ist.


Die Fassade des Hauptbahnhofs, die kurz nach der Eröffnung für so viel Wirbel gesorgt hat.



Der Bahnhof selbst ist gigantisch und in mehrere Ebenen gegliedert. Nicht ganz einfach, sich hier zurecht zu finden.






Direkt am Bahnhof fließt die Spree und im Hintergrund kann man schon das Kanzleramt erkennen.










Vom Kanzleramt sind es nur wenige Schritte zum Reichstagsgebäude mit der berühmten Glaskuppel. Links das Gebäude für die Abgeordneten und die Fraktionen, in dessen Fassade sich in den beiden vorherigen Fotos das Kanzleramt gespiegelt hat.




Der Reichstag


Warum diese Nebelkrähe so grimmig schaut, weiß ich nicht. Wahrscheinlich habe ich sie ein wenig genervt.



Die Siegessäule

Wenn man sich ohnehin ein Tagesticket für den Berliner Nahverkehr gekauft hat, kann man auch mit der Linie 100 einmal um den Block fahren. Dabei kommt man an den meisten Sehenswürdigkeiten im Regierungsbezirk vorbei. Da es sich um eine ganz normale Buslinie handelt, gibt es natürlich keine Erläuterungen vom Fahrer.


Berlin Zoologischer Garten


Die Gedächtniskirche ist nicht ganz scharf, da aus dem fahrenden Bus heraus fotografiert.



Ich dachte immer, Breitscheid sei ein Ortsteil von Adenau, an dem man auf die Nordschleife des Nürburgrings gelangen kann. Aber ob man bei der Benennung dieses Platzes ausgerechnet an den Nürburgring gedacht hat, ist mir nicht bekannt. Eher dürfte er Rudolf Breitscheid gewidmet sein, der 1944 im KZ Buchenwald zu Tode kam.





Die Kongresshalle und Sitz der Organisation "Haus der Kulturen".

1956/57 erbaut, stürzte das Dach 1980 während einer Veranstaltung teilweise ein. 1987 erfolgte der Wiederaufbau und 2007 eine umfangreiche Sanierung. Irgendwie scheinen die Berliner auf Baumängel und problematische Bauprojekte zu stehen. Mit dem Endlosproblemprestigeprojekt "Neuer Hauptstadtflughafen BER" wollen sie sich wohl für ewige Zeiten die Krone aufsetzen.


Der Tiergarten, der mitten im Zentrum eine Oase der Ruhe darstellt.



Die Straße des 17. Juni. Die Siegessäule auf der einen und ...


... das Brandenburger Tor auf der anderen Seite.


Amazone in Bronze im Tiergarten.

Die Statue des Berliner Bildhauers Louis Tuaillon stellt eine von Kaiser Willhelm II. beauftragte Vergrößerung des Originals dar, das auch heute noch vor der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel steht.


Carl von Linné wirkte sowohl in Bonn als auch in Berlin.


Sowjetisches Ehrenmal am Tiergarten. Warum dieser Soldat hier übergewichtig dargestellt ist, kann ich nicht sagen. Im rückwärtigen Teil der Anlage liegen über 2.000 Soldaten begraben. Die genaue Anzahl ist unbekannt.


Die Rückseite des Brandenburger Tors. Von dieser Blickrichtung aus liegt der Reichstag links.


Noch ein Blick zurück zur Siegessäule.


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© 2014  Gregor Jonas
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