Deutsche Telekom


Umstieg auf einen IP-Anschluss

05.12.2014: Die Deutsche Telekom promotete massiv den Umstieg auf IP. Dabei lockte sie mit einer Verdopplung der Internetgeschwindigkeit auf (immerhin) 6.000. Da das zum gleichen monatlichen Preis angeboten wurde, den wir ohnehin bezahlten, rief ich dort an, um mich zu informieren. Es war ein nettes Gespräch, wie sich herausstellte, aber etwas inkorrekt. Die Änderung des Anschlusses von analog auf IP bedeutet nämlich, dass Festnetztelefonate ebenfalls über TCP/IP, also über das Internet transportiert werden müssen. Kein Internet - kein Telefon. Auf meine Frage, ob ich mit meinem vorhandenen Router (Fritz!-Box 3270) dabei zurecht käme, kam ein eindeutiges JA! Also habe ich dem Tarif (und damit dem Anschlusswechsel) zugestimmt. Aber irgendwie wollte ich nicht ganz verstehen, wie denn dann der Anschluss des Telefons funktionieren sollte. Also habe ich mir die Möglichkeiten im Internet schnell noch mal angeschaut und es war sofort klar, dass es gar nicht geht. Jedenfalls nicht so, wie die Telekomtante behauptet hatte. Natürlich wäre ich mit meiner Fritz!-Box ins Internet gekommen. Aber ich hätte unser analoges Telefon nicht angeschlossen bekommen. Also blieb nur, entweder einen neuen Router oder ein IP-Telefon zu beschaffen. Der von Telekom angebotene Router (Speedport 724V) sollte knapp 80 € kosten und war damit billiger als ein IP-Telefon. Also am 12.12.2014 wieder mit Telekom telefoniert und mit etwas Bauchschmerzen den Speedport bestellt. Wenn man einmal mit einer Fritz!-Box gearbeitet hat, möchte man gerne dabei bleiben. Erste Aussage war dann, dass das Ding 150 € kosten soll. Da ich 80 € im Kopf hatte, hab ich natürlich verblüfft gefragt, woher denn der höhere Preis käme. Der wäre nur zu haben zusammen mit dem Umstellungsauftrag auf den IP-Anschluss, quasi als Bundle. Also den bestehenden Auftrag storniert und neu beauftragt. Was für ein flexibles Auftragssystem ;-). Wie sich später herausstellte (siehe unten), waren meine Bauchschmerzen bezüglich des Speedport-Routers sehr berechtigt.

Die Umstellung selbst war problemlos. Den Speedport natürlich per Hand konfiguriert, auch wenn es wohl auch eine Automatikoption gibt. Der Anschluss lief und einen halben Tag später bekam ich eine SMS, dass mein Anschluss jetzt umgestellt wäre und ich ihn nutzen könne. Hatte ich aber auch so schon gemerkt, weil der analoge Anschluss ja weg war. Die versprochene Geschwindigkeit war auch da, leider nicht ganz stabil. Es kam zu gelegentlichen Abbrüchen. Außerdem dauerte es gerne mal etliche Sekunden, bis die Verbindung zwischen Rechner und Router funktionierte, nachdem der Rechner aus dem Ruhezustand aufgeweckt wurde. Letzteres kann durch den Speedport verursacht worden sein, weil der im 2,4 GHz-Band ständig den Kanal wechselte, obwohl hier im Dorf nichts den Empfang stört. Seit ich den Kanal fest eingestellt habe, geht es etwas besser. Leider war die Leitung trotzdem nicht stabil, also am 16.12.2014 wieder mal die Telekom angerufen. Die machten dann auch gleich einen Termin mit einem Techniker für den 19.12.2014. Er käme an besagtem Freitag zwischen 10:00 Uhr und 13:59 Uhr (!) und würde kurz vorher anrufen. Also war ich zu Hause und wartete. Ziemlich genau 4 Stunden lang, ohne dass sich etwas tat. Nachfragen war problematisch. Die Hotline war überlastet und auf eine Mail wurde nicht reagiert. Dafür kam dann der Techniker einen Tag später und entschuldigte sich damit, dass er den Auftrag erst einen Tag zu spät erhalten habe. Kann man glauben, muss man aber nicht. Jedenfalls gab er sich große Mühe und stellte letztendlich fest, dass die Leitungen zu unserem Haus sehr schlecht, asymmetrisch und vor allem instabil (also schwankend in der Dämpfung) waren. Da konnte er verständlicherweise nichts dran ändern, zumal eine der drei Leitungen tot und die 2. noch schlechter als die genutzte war. Da müsse der Bautrupp ran. Den Auftrag werde er umgehend weitergeben und man würde sich kurzfristig mit mir in Verbindung setzten. Das war Samstag und in der darauf folgenden Woche war Weihnachten. Ob die wohl in der Weihnachtswoche noch ausrücken würden, konnte er mir auch nicht sagen. Dann zog er von Dannen. Und ich bekam wenige Stunden später eine SMS, dass meine Störungsmeldung zum Abschluss gebracht worden sei und ich mich melden solle, wenn es weiterhin Probleme gäbe. Sehr verwirrend. Also warte ich jetzt mal bis nach Weihnachten, ob und was weiter passiert. Immerhin bin ich froh, dass ich nicht zu 1&1 gewechselt bin, obwohl die etwas günstiger waren. Schließlich kümmert sich die Telekom um ihre Leitungen zuerst. Hoffe ich.

Freitags sollte der Termin sein, Samstags kam der Techniker und ebenfalls am Samstag kam die schon erwähnte Meldung "Sehr geehrter Herr Jonas, wir haben gute Nachrichten für Sie: Die Störung vom 16.12.14 08:47:54 Uhr zum Anschluss 02695-xxx, Ticket-ID 178191310, ist abgeschlossen. Vielen Dank für Ihre Geduld." Mal abgesehen davon, dass die Aussage "Die Störung ist abgeschlossen" eine grammatikalisch eher fragwürdige Aussage darstellt, dachte ich mir, ich rufe die Telekom-Technik unter der angegebenen Nummer 0800 / 3305959 mal an und vergewissere mich, dass die Störung nicht tatsächlich endgültig ad Acta gelegt wurde. Und siehe da, die Meldung wurde tatsächlich weitergegeben und wird weiter bearbeitet. Die Abschlussmeldung an mich beträfe nur den Technikerbesuch [von Samstag]. O-Ton: "Diese Meldung betrifft nur den Techniker". Na ja... Wie gesagt, verwirrend.

Inzwischen haben wir den Freitag, den 09. Januar 2015, seit Montag ist die Straße aufgerissen und wir warten noch immer darauf, dass der Techniker, der die Leitung nochmals nachgemessen und dann den Straßenaufbruch veranlasst hat, sich wieder blicken lässt. Die Verbindung ins Internet verabschiedet sich immer mal wieder und die Telefonie war wohl eine ganze Zeit lang unterbrochen, weil der Speedport-Router durch die ständigen Ausfälle es aufgegeben hatte, die Verbindung immer wieder herzustellen. Immerhin reichte ein Reset des Routers aus...

Telefonieren kann der Telefonriese wohl auch nicht unbedingt. Habe am Freitag versucht, anzurufen. 1. Versuch: Nach dem obligatorischen Telekom-Jingle-Gebimmel kam ein Freizeichen. Nur abgenommen hat niemand :-(. 2. Versuch: Gebimmel, Freizeichen, Mensch am Rohr! Habe mich identifiziert und mein Problem erklärt. Ja, der Status stehe noch auf "offen" (Überraschung!). Er werde mal bei den zuständigen Kollegen nachhören, wie der Stand der Dinge sei. Ich möge doch bitte warten... Nach einiger Zeit hatte ich statt ihm eine Frau am Apparat. Immerhin wusste sie wohl schon, worum es ging, denn: "Sie werde mal bei den zuständigen Kollegen nachhören, wie der Stand der Dinge sei. Ich möge doch bitte warten..." Also wartete ich... Als ich es leid war, das Telefon am Ohr festzuhalten, wartete ich mit eingeschaltetem Lautsprecher. Nach gut 15 Minuten habe ich dann aufgegeben. Im Grunde habe ich damit gerechnet, dass mich dann jemand zurückruft. Schließlich kannten die ja meine Daten. Wie naiv... Also weiß ich nicht mehr als vor der Aktion und warte daher weiter auf Erledigung.

Meine Frau war dann so genervt von den vielen Abbrüchen, dass sie dann am Montag Morgen (09.01.2015) selbst die Telekom angerufen hat. Da wusste man mal wieder nix, außer, dass der Zustand nun lange genug gedauert hätte. Und offensichtlich hat die Telekom die Kabelbauer ziemlich unter Druck gesetzt, so dass tatsächlich am gleiche Tag spät Nachmittags einer vorbei kam und die Leitung erst mal provisorisch wieder hergerichtet hat. Allerdings müsste nach Auskunft dieses Arbeiters ein ganzes Stück Kabel erneuert werden, da "das Kabel um die Verbindungsstelle herum marode" sei.

Tja, die Leitung war also soweit in Ordnung, aber die Abbrüche blieben. Inzwischen hatte ich den Speedport in Verdacht und habe alle Konfigurationsmöglichkeiten ausprobiert, die mir aus meiner langen beruflichen Erfahrung heraus auch nur im Entferntesten sinnvoll erschienen. Im Internet lässt sich recherchieren, dass diese Probleme leider kein Einzelfall sind. Man lese dazu nur den inzwischen geschlossenen Thread bei Telekom hilft, wo die seltenen Telekombeiträge vieles sind, nur nicht hilfreich. Die dort zu findenden Lösungsvorschläge hatte ich bis auf einen (weit hergeholten) bereits probiert und dieser half natürlich genauso wenig wie alles andere. Also mehrmals wieder die Telekom angerufen. Aber außer freundlichen, hilfsbereiten und ebenso hilflosen Tipps war da nichts zu holen. Immerhin konnte ich am Freitag (jetzt schon der 16. Januar) dann dem Gespräch entnehmen, dass es keine DSL-Abbrüche in der Protokolldatei gab, was also eindeutig für den Speedport als Fehlerquelle sprach. Ich bat daher um ein Ersatzgerät, was ich tags darauf bereits bekam. Immerhin etwas, das bei der Telekom funktioniert. Aber (ich muss leider sagen: Wie erwartet) das Ersatzgerät war nicht besser als das alte, eher verursachte es noch mehr Abbrüche.

Und da hatte ich die Nase voll. Schließlich wollte ich mit der Umstellung auf IP nur eine Verdopplung meiner mickrigen 3000er Leitung erreichen und mich nicht mit Schrottgeräten herumärgern. Dafür war ich bereit gewesen, 80 € in den neuen Router zu investieren, der sich in mühevoller und zeitaufwändiger Detektivarbeit leider als Schrott herausstellte. Also habe ich dann wieder die Telekom angerufen (17.01.2015) und erklärt, dass ich vom Kauf des Speedports zurücktrete. Zunächst bekam ich freundlich zu hören, dass rein rechtlich die Telekom 3 Nachbesserungsversuche habe, bevor ich vom Kauf zurücktreten dürfe. Rein rechtlich ist das richtig. Als ich dem Menschen am Hörer dann erklärte, dass wir uns die Farce wohl besser ersparen würden, mir noch zwei Exemplare dieses Schrotts zukommen zu lassen, die ich dann doch gleich wieder zurückschicke, hat er sich dann bei den Technikern mal umgehört, wie denn so die Chancen auf ein funktionierendes Exemplar stehen würden. Als die ihm dann gesagt haben, dass keine Besserung zu erwarten sei, hat er zugestimmt. Ich müsse aber eine Reklamation an kundenservice@telekom.de schicken, damit die dann die Erstattung des Kaufpreises veranlassen könnten. Das habe ich dann auch umgehend getan. Auf die Antwort darauf warte ich jetzt (heute ist Sonntag, der 18.01.2015).

Was tun in der Zwischenzeit? Selbst genervt von dem Teil (dem Speedport) und eine nölende Frau noch dazu war zu viel des Guten, um die Bestätigung und den Kauf eines brauchbaren Routers auszusitzen. Also habe ich meine gute alte Fritz!Box 3270 wieder ausgepackt. Ins Internet komme ich ja damit auch bei einem IP-Anschluss. Nur telefonieren geht halt nicht. Aber ich habe dann erst mal meinen Festnetzanschluß auf Handy umgeleitet und grundsätzlich sind damit alle Probleme beseitigt. Beide Notebooks und ein IPhone sind problemlos online und die Leitung ist absolut stabil. Damit ist der Beweis erbracht, dass die aufgetretenen Probleme alleine auf den Speedport-Router zurückzuführen sind. Denn bei Leitungsproblemen (also bei instabilem DSL-Link) müsste auch die Fritz!Box passen.

Wie ich oben erwähnt habe, ist das Internet voll von Berichten über die gleichen Probleme mit der Speedbox W 724V. Und keine Lösung zu finden. Keine Firmwareupdate, keine Konfigurationstipps, die Abhilfe schaffen würden. Dabei wird dieser Router seit mindestens 2010 vertrieben und seit dieser Zeit gibt es diese Probleme wohl. Wenn ich so etwas lese, fühle ich mich absolut verarscht! Die wissen seit Jahren, dass ihre Hardware nur Probleme verursacht und verkaufen mir diesen Schrott trotzdem. Das ist unglaublich. Ich frage mich, wie dieses Unternehmen Kunden halten, geschweige denn gewinnen will, wenn die Kunden nur genervt sind (von den kleinen Telekommunikationsfirmen, die den Ärger ihrer Kunden ausbaden und ihre Mehrarbeit finanzieren müssen mal ganz zu schweigen). Und wie wollen die Geld verdienen, wenn so viele Callcentermitarbeiter und Techniker damit beschäftigt sind, hinter den hausgemachten Fehlern herzuarbeiten? Wenigstens verdient das ehemalige Schwesterunternehmen Deutsche Post an all den Paketen und Retouren etwas.

Die beschriebene Lösung mit der Umleitung des Festnetzes auf Handy funktioniert so gut, dass ich immer noch überlege, ob die Investition in eine Fritz!Box 7330 (129 €) oder höher überhaupt nötig ist.

20.01.2015: Noch immer keine Rückmeldung bezüglich der Rückgabe des Speedports. Dafür schlug gerade der Tiefbauer vor unserem Fenster auf, um das Loch in der Straße zu schließen. Dabei ist das Kabel doch nur provisorisch geflickt. Immerhin erklärt dass, warum die Telekom immer davon ausgegangen ist, dass die Bauarbeiten am Kabel abgeschlossen seien. Entsprechende Auskünfte der Telekommitarbeiter während all der zahllosen Telefonate hatte ich bei all den anderen Dingen hier gar nicht angesprochen. Der Kabelbauer hat denen entweder gar keine oder eine falsche Rückmeldung gegeben. Der Tiefbauer hat von sich aus die Telekom angerufen, um nachzuhören, ob das Loch geschlossen werden kann. Er selber hatte auch keine Rückmeldung von der Kabelbaufirma. Chaos pur, wobei der arme Tiefbauer da gar nix für kann. Ich habe überlegt, Telekom Bescheid zu geben, habe aber keinen Nerv mehr. Die Messwerte des Kabels sind im Toleranzbereich und wie lange das Provisorium jetzt hält bleibt abzuwarten. Was für ein unsortierter Haufen von einer Telefongesellschaft.

Antwort der Telekom über kundenservice@telekom.de, ebenfalls am 20.01.2015, etwas später:
Sehr geehrter Herr Jonas,
herzlichen Dank für Ihre E-Mail vom 17 Januar 2015. Unsere Antwort auf Ihre Frage ist schon in Arbeit, allerdings brauchen wir hierfür noch etwas Zeit. Wir melden uns so schnell wie möglich. [...]
Dann folgen noch Tipps, wie ich künftig schneller eine Antwort erhalten könnte (obwohl ich ja genau das gemacht habe, was mir die Hotline gesagt hat). Ich habe es nicht ausprobiert, hätte wohl auch nicht geholfen.

22.01.2015:
Sehr geehrter Herr Jonas,
Sie haben bisher noch keine Antwort von uns erhalten - bitte entschuldigen Sie.
Ihr Anliegen ist bereits in Arbeit, jedoch benötigen wir noch etwas Zeit. Wir melden uns bei Ihnen, sobald Ihr Anliegen erledigt ist.

Mein Anliegen ist die Rückgabe des Speedports! Wenn die Telekom so viel Zeit damit verbringen würde, mich über den nicht erledigten Bearbeitungsstatus zu informieren, wie mit der Bearbeitung, dann wäre das alles schon vom Tisch! Immerhin nähern wir uns so langsam der vollen Arbeitswoche, die anscheinend erforderlich ist, einen Retourenschein zu erstellen.

23.01.2015:
Heute kam per Post (!) ein Warenrücknahmeschein. Die Telekom nimmt also das Gerät zurück. Auch wenn im Anschreiben dazu keine Auskunft gegeben wird, gehe ich doch davon aus, dass damit auch eine Kostenerstattung verbunden sein wird. Und dass die Rücknahme "aus Kulanz" erfolgt, ist mir im Moment herzlich egal.
Ob ein Warenrücknahmeschein einem "Retourenschein" entspricht, muss ich aber noch herausfinden. Ansonsten müsste ich das Porto bezahlen, was mich wiederum ärgern würde...
Als Router nutze ich jetzt eine Fritz!Box 7390 für stolze 179 €. Geld, dass ich eigentlich nicht ausgeben wollte. Genau aus diesem Grund hatte ich die Speedbox bestellt, die mich nur 79 € gekostet hat. 179 € sind wirklich eine Menge Geld, um seinen Internetanschluss von 3.000 auf 6.000 kb/s zu erhöhen. Die 80 € bei der Telekom sind schon heftig, wenn man bedenkt, dass die Telekom inzwischen von sich aus massenhaft die alten analogen Leitungen kündigt und diese Kunden gezwungen werden, Geld auszugeben. Bei uns war das wenigstens (noch) freiwillig.
Wie erwartet treten mit der neuen Fritz!Box keine Probleme auf, was endgültig beweisen dürfte, dass die Probleme durch den Speedport verursacht worden sind.

Ach ja: Das Loch in der Straße ist zu, aber nicht versiegelt. Sprich, es ist nur mit losem Füllmaterial und nicht mit einer Asphaltdecke verschlossen. Mal schauen, ob da ohne weiteres Zutun noch etwas passiert oder ob die Telekom so verwirrt ist, dass ich sie erinnern muss. Aber das hatte ich am 20.01.2015 per Mail schon mal gemacht, auch wenn ich das zuerst nicht wollte. Aber in dieser Mail stand auch etwas - wenn auch am Rande - von der Speedbox drin. Möglicherweise waren das zu viele Informationen für eine einzelne Mail.

27.01.2015:
Per EMail: Sehr geehrter Herr Jonas,
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 20. Januar 2015.
Bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort.
Wir haben sorfort nachgeschaut und möchten Ihnen mitteilen, dass wir Ihnen den gewünschten Warenrücknahmeschein am 20. Januar 2015 an Sie versendet haben. Sicherlich haben Sie diesen bereits erhalten. Sie können uns das Kaufgerät entsprechend der Beschreibung zurück senden. Der Kaufbetrag wird Ihnen dann nach Eingang erstattet
.

"Sorfort"? Was mag damit gemeint sein? "Sofort" im Sinne von "zeitnah" oder "unmittelbar" oder "sehr schnell" kann es ja nicht sein, wenn die Antwort 7 Tage nach der Anfrage kommt. Immerhin ist der Speedport ja jetzt unterwegs. Hat mich 4,40 € gekostet. Von wegen Retoure. Hauptsache, der Murks ist aus dem Haus!

Jetzt am 28.01.2015 habe ich die Telekom dann noch einmal auf die nur provisorische Herrichtung der Leitung und das immer noch nur provisorisch verschlossene Loch in der Straße aufmerksam gemacht:

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für die Info zur Speedportrückgabe; das Gerät ist bereits unterwegs.

In meiner von Ihnen zitierten Mail vom 20.01.2015 sprach ich aber auch einen zweiten Punkt an, der wohl übersehen wurde:

Am 05.01.2015 wurde die Straße aufgerissen, um die gestörte Leitung zu reparieren. Erst eine Woche später kam nach mehrmaligem Nachfragen meinerseits der Kabelbauer und hat das Kabel (nach seiner eigenen Aussage) PROVISORISCH hergerichtet. Seitdem ist er nicht mehr aufgetaucht und hat sich wohl auch nicht mehr bei der Tiefbaufirma gemeldet, die dann das Loch in der Straße ebenfalls PROVISORISCH wieder verschlossen hat. Davor hat diese Firma sich auf eigene Initiative bei Ihnen erkundigt, wie der Stand der Dinge sei.

Das bedeutet wohl, dass Sie davon ausgehen, dass die Reparatur abgeschlossen ist. Dem ist aber nicht so.

Zum Einen ist die Straße nur mit Schotter geschlossen worden und die Asphaltdecke fehlt nach wie vor. Zum Anderen wurde eine, nach Aussage des Kabelbauers erforderliche, endgültige Reparatur / Austausch eines Kabelteils nicht vorgenommen. Statt dessen ist die Baugrube samt vorläufig repariertem Kabel wieder zugeschüttet worden.

Für mich spielt es eine eher untergeordnete Rolle, ob das Kabel jetzt provisorisch oder endgültig repariert wurde, wenn die vorläufige Reparatur denn dann ein paar Jahre durchhält. Aber die Straße muss auf jeden Fall wieder fachgerecht und endgültig verschlossen und entsprechend versiegelt werden!

Ich bitte um zeitnahe weitere Veranlassung sowie eine Information über den vorgesehenen weiteren Ablauf.

Eine Kopie dieser Mail geht an den Ortsbürgermeister zur Kenntnis, da die Ortsinfrastruktur betroffen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Gregor Jonas

31.01.2015: Heute kam ein Entschuldigungskärtchen per Post mit der Bitte, doch anzurufen, wenn die Störung noch nicht behoben sei. Irgendwie ja süß, auch wenn nicht ganz klar wird, auf welche der Störungen sich das beziehen soll. Wohl auf alles... Als Erstellungsdatum ist der 29.01.2015 genannt, an dem ich auch die wohlbekannte Eingangsbestätigung auf meine Mail vom 28.01.2015 bekam. Na gut, ehe ich anrufe, warte ich noch auf die "schon in Arbeit befindliche Antwort", mit der sich die Telekom "so schnell wie möglich" melden will. Sonst gibt es dort womöglich noch Durcheinander. Das wäre ja nicht auszudenken...

25.02.2015: Es ist schon erstaunlich, was die Telekom unter "so schnell wie möglich" versteht. Vor fast drei Wochen rief der Kabelbauer bei mir an und war etwas aufgebracht. Die Telekom hatte ihm mehr oder weniger wortwörtlich meine Mail geschickt und um Stellungnahme gebeten. Der arme Mann erklärte mir mehrfach, dass der Auftrag bei der Telekom zwar als erledigt eingetragen wird, sobald die Leitung als ok gemeldet ist, er den Auftrag aber erst abrechnen könne, wenn auch die Restarbeiten erledigt wären. Und wegen des Winterwetters könne halt die Asphaltdecke noch nicht aufgebracht werden.. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass die Telekom mir das ja auch hätte sagen können... Aber von dieser habe ich in der Zwischenzeit überhaupt nichts mehr gehört. Und die Straße ist immer noch nur provisorisch verschlossen, aber es ist ja auch noch immer Winter.

12.03.2015: Immer noch keine Antwort der Telekom. Der Support ist wohl ähnlich schnell und leistungsfähig wie der Speedport... Dafür ist heute das Loch in der Straße endgültig verschlossen worden. Wollen wir hoffen, dass das darunter liegende provisorisch reparierte Kabel lange hält.


2012: Dass es nicht nur bei der Deutschen Telekom Probleme gibt, zeigt unsere Erfahrung mit Vodafone. Grund genug, sich mit dem Angebot der Telekom zufrieden zu geben.


2010: Man soll es ja nicht glauben, aber unser Umzug war, was die Telekommunikation betrifft, völlig problemfrei. Das sollte man auch mal erwähnen. Dabei war unser neues DSL sogar viel schneller, obwohl wir uns tiefer in der Eifel befinden als vormals. Wobei ein 3.000er Anschluss immer noch nicht wirklich schnell ist. Aber immerhin.


2009: Ich war wahnsinnig genug, die Deutsche Telekom mit einem Tarifwechsel zu beauftragen und mit meinem DSL-Anschluss "heim ins Reich" zu wechseln.

Offener Beschwerdebrief, weil sechs Tage ohne DSL inakzeptabel sind.

Erste, wie sich herausstellte, automatische Antwort. Nette Beschäftigungstherapie ;-)

Zweite Beschwerdemail am 11.08.2008, dem Tag, an dem ich endlich wieder online war, diesmal mit Kopie an die Bundesnetzagentur.


2001: Ärger mit der Telekom, nachdem mir unberechtigter Weise ein Telegramm der Deutschen Post AG mit der Telekomrechnung in Höhe von sage und schreibe 115,51 DM zzgl. MWSt berechnet wurde.

Beschwerdebrief
Nachtrag
Brief vom 25.07.2001
Brief vom 15.08.2001
Brief vom 21.10.2001
Brief vom 14.11.2001
Antwort vom 26.11.01
Brief vom 31.12.2001
Brief vom 09.01.2002
Antwort vom 15.01.2002
Antwort Fa. Arcor vom 27.03.2002


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