Birkenstocksandalen von miserabler Qualität

Laut Birkenstock kein Problem erkennbar, der Kunde nicht von Belang


Ein Tipp von mir im Voraus: Wenn Sie Birkenstocks kleben müssen, versuchen Sie es mit Sekundenkleber! Mit diesem Zeug habe ich die Sohle (mal wieder) am Kork festgeklebt. Bisher hält diese Verbindung deutlich länger als mit mehreren anderen ausprobierten Klebern. Auch Leder- und Schuhreparaturspezialkleber halten nicht so lange. Und die Verbindung mit Sekundenkleber hält schon sehr viel länger als das, was Birkenstock neu geliefert hat.

Und noch ein Tipp: Leider reißen die Riemen ja inzwischen teilweise schon nach einigen Wochen, spätestens aber nach einem Jahr :-( Und anstatt die Birkenstocks dann zum Schuster zu tragen, kann man sich Klebeflicken beschaffen (das Zeug zum Aufbügeln auf Hosen) und diese nach Zuschneiden einmal umgeschlagen mit der Falz zum Spann hin um den Riemen auf Ober- und Unterseite aufbügeln. Etwas aufpassen, damit es nicht zu heiß wird, weil ansonsten das Kunstleder des Riemens ebenfalls leidet und am Bügeleisen klebt. Die Löcher für die Schnalle sind dann natürlich nur noch schlecht zu finden. Mit etwas Vorsicht und einer Ahle oder zur Not auch einem Korkenzieher lässt sich der Bügelstoff aber leicht durchstechen und der Riemen wieder in der Schnalle befestigen.

Kleine Vorgeschichte:

Ich trage schon seit Jahrzehnten Birkenstocksandalen. Anfangs gab es die Dinger nur mit Lederriemen, dann kam Birkoflor als Ersatz auf den Markt. Zunächst von mir sehr skeptisch beäugt, dann getestet und für gut befunden. Vorteil des neuen Materials war die Stabilität. Im Gegensatz zu den Ledermodellen dehnt Birkoflor sich nicht, so dass die Riemen nicht dauernd nachgestellt werden müssen. Ich hab heute noch zwei Ledermodelle im Schrank stehen und ein Birkoflormodell, dass jetzt schätzungsweise 12 bis 14 Jahre alt ist. Als die Sohle an den Fersen abgelaufen war, habe ich die bei einem Schuster beiflicken lassen. Soweit könnte ich die heute noch tragen, hätte ich sie nicht 2010 während des Umbaus unseres Hauses optisch so ziemlich versaut. Abgesehen von den Sohlen sind die Schuhe einwandfrei.

2009 kaufte ich mir im Internet zwei neue Paare mit Birkoflor, habe das erste Paar allerdings erst 2010 als reine Hausschuhe genutzt, da ich bis dahin mit den alten Schuhen zufrieden war. Als beim ersten Paar nach nur etwa knapp zweijähriger Nutzung als reiner Hausschuh ein Riemen riss, dachte ich mir noch nichts dabei. Aber als das auch beim 2. Paar ebenfalls nach zwei Jahren passierte, wurde ich aufmerksam. Dieses brachte ich zum Schuster, der den Riemen flickte und auch die sich ablösende Sohle kleben konnte. Aber vielleicht war das ja nur ein vorübergehendes Produktionsproblem? Daher bestellte ich mir erneut zwei Paar im Fachhandel (immer das Modell "Arizona", weil man da so problemlos und schnell reinschlüpfen kann). (Anm.: Da die Schuhe von einem Internetfachhändler stammen und der Händler meine defekten Schuhe im Verlauf der Geschichte beim Hersteller reklamierte und tauschte, muss ich davon ausgehen, dass ich hier keinem Billigplagiat aufgesessen bin, sondern Originalschrott bekommen habe). Da ich immer noch das defekte Paar zu Hause hatte, dachte ich mir, dass ich die Firma Birkenstock ja auch mal direkt fragen könnte, was sie dazu sagen. Also habe ich über den Internethändler eine Anfrage an Birkenstock geschickt und hoffte auf eine Erklärung der Probleme:

Mail vom 04.06.2014:

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich der heutigen Lieferung meiner Bestellung würde ich gerne eine Anmerkung zum Thema Qualität von Birkoflor machen mit der Bitte, diese an die Firma Birkenstock weiterzureichen:

Die Haltbarkeit des Materials Birkoflor war bei Markteinführung wirklich beeindruckend. Da ich schon eine gefühlte Ewigkeit mit diesen Schuhen unterwegs bin, kann ich das beurteilen. Die Riemen aus Birkoflor hielten ebenso lange wie die aus echtem Leder und dehnten sich zudem weniger. Eher war die Sohle verschlissen, als das Birkoflor riss.

Meine beiden 2009 bei Ihnen gekauften Paar Birkenstock "Arizona" mit Birkoflor hielten aber nur noch gerade mal gut 1,5 Jahre je Paar. Danach riss der Riemen. Und das, obwohl ich die Schuhe lediglich im Haus trage! Das sieht schon aus wie geplante Obsoleszenz zwecks Umsatzsteigerung und ist sehr enttäuschend. Der Rest der Schuhe ist in gutem bis zu erwartendem Verschleißzustand. Leider aber unbrauchbar.

Sollte dieses Problem nicht auf ein vorübergehendes Qualitätsproblem im Produktionsjahr 2009 zurückzuführen sein, sondern an den neuen Schuhen ebenfalls auftreten, werde ich ernsthaft darüber nachdenken, ob es dann noch vertretbar ist, die Mehrkosten für das Original auszugeben oder doch einen der zahlreichen kostengünstigen Klone zu kaufen.

Nette Grüße
Gregor Jonas

Dabei habe ich mir die Geschichte mit der abgelösten Sohle schon gespart. Daneben war die Sohle von Anfang an etwas zu kurz an der Ferse (linker Schuh). Auch wenn es nicht einmal ein ganzer Millimeter war, der da gefehlt hat, führte das doch im Laufe der Zeit dazu, dass dort der Kork allmählich abbröckelte. Aber ich wollte ja nicht meckern.


Mailantwort vom 05.06.2014 vom Internethändler


Sehr geehrter Herr Gregor,
 
Vielen Dank für Ihre Email.
 
Wir leiteten diese gerne an den Hersteller weiter damit dieser auch einmal von Kunden ein Feedback bekommt. Wenn wir sagen uns kommt es vor als wenn die Qualität nachlässt erhalten wir immer nur die Auskunft die Reklamationsquote hält sich noch im Rahmen.
 
Mit freundlichen Grüßen

i.A. Karin H.

Tja, ich lese die kurze Antwort als Eingeständnis, dass ich mit der Einschätzung nicht alleine dastehe, wenn ich behaupte, dass die Produktqualität nachgelassen hat. Eigentlich hatte ich eine prompte Reaktion des Herstellers erwartet, schließlich ist der Vorwurf der geplanten Obsoleszenz doch recht schwerwiegend. Doch erst einmal geschah nichts und deshalb fragte ich nach:

Mail vom 18.06.2014:

Hallo Frau H.,

darf ich als Kunde eigentlich erwarten, dass Birkenstock auf meine Kritik reagiert? Oder haben die das nicht nötig? Ich habe zwar in der Tat keine konkrete Frage gestellt, aber dennoch eigentlich mit irgendeiner Art von Reaktion gerechnet. Und meine Mail ist immerhin jetzt 2 Wochen alt, da sollte es doch möglich sein, eine Antwort zu formulieren?

Nette Grüße
Gregor Jonas

Mail vom 19.06.2014:

Hallo Herr Jonas,
 
seien Sie etwas nachsichtig mit der Fa. Birkenstock. Die haben im Moment jede Menge andere Probleme und wahrscheinlich noch nicht die Zeit gefunden Ihnen zu antworten.
 
Viele Grüße
 
Karin H.

Leider fehlt eine genauere Erläuterung der "jede Menge andere Probleme". Aber zumindest hört sich das nicht gut an.

Dann, am 25.07.2014, endlich nach drei Wochen die leider sehr nichtssagende Antwort der Firma Birkenstock:

Sehr geehrter Herr Jonas,
 
vielen Dank für Ihr Schreiben an die Firma  N. vom 04.06.2014, das an uns  weitergeleitet wurde.
 
Wir bedauern sehr, dass Sie Grund zur Beanstandung des Birko-Flor Materials haben.
Nach Rücksprache mit unserem Einkauf wurde an der Zusammensetzung oder Verarbeitung dieses Materials nichts geändert.
 
Sollten Sie nochmals solch eine Reklamation haben, wenden Sie sich frühzeitig an Ihren zuständigen Fachhändler,
damit umgehend Abhilfe geschaffen werden kann.
 
Wir hoffen Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und verbleiben
  
mit freundlichem Gruß
 
Brunhilde D.
Serviceabteilung
 
Birkenstock Sales GmbH

Serviceabteilung? Und dann nach drei Wochen Warten eine solche Antwort??? Ich übersetze diese mal: Ihre Probleme interessieren uns nicht. Das Material ist das selbe wie immer [was genau genommen alles bedeuten kann. Auch, dass ich Recht habe.]. Damit ist der Fall für uns erledigt. Und fragen sie ja nicht mehr uns, sondern nerven sie in Zukunft ihren Fachhändler.

Also habe ich am gleichen Tag zurück gemailt:

Na, DAS hilft mir ja weiter :-(

Die Qualität der Schuhe ist definitiv nicht mehr die selbe. Dass ich nicht alleine mit dieser Einschätzung bin zeigt das Beispiel des Schuh- und Orthopädiegeschäfts in A., dass aus genau diesen Gründen Birkenstock im letzten Jahr komplett aus dem Programm genommen hat. Das habe ich erfahren, als ich den (jetzt beim 3. Modell) gerissenen Riemen nähen lassen wollte.

Und dann kommt so eine lapidare und nichtssagende Antwort. Herzlichen Dank auch an die "Serviceabteilung" der Firma Birkenstock.

Ich werde den Schriftwechsel wohl mal posten, mal hören, ob andere Kunden nicht die gleichen schlechten Erfahrungen gemacht haben.

Gregor Jonas

Danach keine Antwort mehr :-( Wiederum drei Wochen hätten für eine aussagekräftigere Antwort doch wohl reichen sollen. Und drei Wochen sind definitiv lang genug, um fairerweise eine Antwort abzuwarten, bevor ich das hier öffentlich mache.


02.01.2015: Ich kann es kaum fassen! Meine neuen Arizonas, die ich nun wirklich kaum getragen habe, reißen schon auseinander. Also habe ich Birkenstock erneut angeschrieben. Ich weiß nicht, ob ich mich schon vorab über den rüden Tonfall in meiner Mail entschuldigen soll, aber ich bin dermaßen enttäuscht von der Firma Birkenstock dass ich es anders nicht in Worte zu fassen vermag.

Sehr geehrte Damen und Herren der Firma Birkenstock,

auch wenn Sie mir in der Vergangenheit unmissverständlich deutlich gemacht haben, dass Sie an der Meinung Ihrer Kunden nicht interessiert sind, wende ich mich erneut mit einer Beschwerde an Sie.
Ihre unten noch einmal aufgeführte Anmerkung, die Qualität Ihrer Produkte sei unverändert, erlaubt den Schluss, dass sie unverändert miserabel ist. Dabei wird sie immer schlechter und dass, obwohl sie einmal so gute Schuhe produziert haben. Es ist wirklich traurig. [Bezug: Antwort der Fa. Birkenstock vom 25.07.2014, s.o.]

Meine Mitte des Jahres erworbenen neuen Arizonas fallen bereits auseinander (siehe beigefügte Fotos), obwohl ich sie erst seit maximal 6 Wochen trage (meine alten musste ich mal wieder zum Schuster tragen, da wieder ein Riemen gerissen ist). Um den Schaden fotografieren zu können, musste ich mit dem Daumen einen leichten Druck ausüben.

Linker Schuh-linke Seite

Linker Schuh-rechhte Seite

Rechter Schuh-linke Seite

Rechter Schuh-rechhte Seite

Inzwischen werfen Sie wohl nur noch Schrott auf den Markt. Jeder erkennbar als Billigimport erkennbarer Schuh hält länger als Ihre angeblich so gleichbleibend guten Schuhe. Sie speisen mich mit Plattitüden und ohne jedes erkennbare Interesse an meinen vorgebrachten Beschwerden ab, dabei hätten Sie ein Feedback dringend nötig. Daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass die geringe Haltbarkeit Ihrer Produkte Firmenpolitik ist und den Absatz ankurbeln soll. Ein wahrhaft kurzsichtiges Konzept.

Ich bitte daher, wenn auch ohne viel Hoffnung, mir zu erklären, wie ein solcher Mangel, der sich ja nicht als Einzelfall zeigt, zu erklären ist und wie Sie gedenken, mir ein akzeptables Produkt als Ersatz liefern zu können. Und bitte kommen Sie mir nicht mit einem "Produktionsfehler". Der Riemen löst sich an beiden Seiten und an beiden Schuhen ab, da lässt sich nicht von einem einzelnen Fehler sprechen!
Vorab bitte ich Sie, mir eine große Tube Kleber zukommen zu lassen, denn kleben kann ich die defekten Schuhe sicherlich besser als Ihre Produktion.

Mir graust schon davor, dass ich noch ein unbenutztes Paar Birkenstocks im Schrank habe, weil ich befürchten muss, dass da der gleiche Murks produziert wurde. Daher denke ich, dass mir mit Kleber noch am besten zu helfen ist...

Gruß
Gregor Jonas

P.S. Die Bestellbestätigung als Kaufnachweis ist beigefügt, da ich keine Lust hatte, die Rechnung zu scannen...
Kopie des Schreibens geht an den Händler und zu meinen bisherigen Erfahrungen mit Ihrer Firma ins Internet.

Dieses Mal kam die Antwort prompt am 05.01.2015, ein Interesse an den Mängeln ist aber nach wie vor nicht erkennbar:

Sehr geehrter Herr Jonas,
die Abwicklung von Reklamationen ist gesetzlich klar geregelt. Verpflichtet ist ausschließlich der Händler mit dem der Kaufvertrag abgeschlossen wurde.
Wenn Sie also den Artikel im Fachhandel gekauft haben wenden Sie sich bitte mit Ihrer Reklamation an diesen.
Grundsätzlich werden wir als Hersteller von den Händlern über etwaige Reklamationen informiert um eventuelle Material- oder Produktionsfehler auszumerzen.
In Ihrem Fall wenden Sie sich bitte an N. GmbH.
 
Mit freundlichen Grüßen

Mit bestem Dank für die Rechtsbelehrung ;-). Das war mir ja ganz neu...

 

Dass man einem Kunden gegenüber auch aufgeschlossen und hilfsbereit gegenüber auftreten kann, zeigt die Firma N. GmbH, von der ich die Schuhe bezogen hatte:

Hallo Herr Jonas,

eigentlich brauchen Sie uns die Birkenstocks gar nicht zurück senden. Wir haben von Ihnen ja die Fotos bzgl. der Reklamation erhalten und dies würde uns zur Anerkennung der Reklamation reichen. Sie können die Schuhe also entweder entsorgen oder anderweitig vielleicht noch auftragen.

Für mich war aus den Fotos nur leider nicht richtig ersichtlich ob es sich um beide gelieferten Arizona handelt oder nur um einen. Bitte teilen Sie mir dies kurz mit und ob Sie an einer Neulieferung oder Erstattung der reklamierten Schuhe interessiert sind.

Ihre nochmalige Email bzgl. der Qualitätsmängel an den Hersteller und uns haben wir zur Kenntnis genommen. Leider können wir als Händler Ihnen über Materialbeschaffenheit und Produktionsvorgänge keine Auskünfte geben. Wir können uns auch nur, wie Sie, an den Hersteller wenden wenn uns bei bestimmten Artikeln plötzlich vermehrt Reklamationen erreichen.

Es tut uns leid, Ihnen auf die Qualitätsmängel keine wie ich vermute ausreichende Antwort geben zu können. Ich hoffe, dass wir aber vielleicht mit der Vorgehensweise Ihrer Reklamation etwas zu Ihrer Zufriedenheit bearbeitet haben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin H.

Ich schätze, dass die Einzelhändler ebenfalls unter dem Gebaren und den Produktmängeln der Firma Birkenstock zu leiden haben und möchte daher nicht versäumen, das positive Beispiel der Firma N. hier mit herzlichem Dank zu erwähnen!

In der Zwischenzeit habe ich mich sogar im Internet über andere Anbieter für Herren Hausschuhe umgesehen, deren Schnitt denen meiner bevorzugten Birkies ähneln, aber eine bessere Qualität und deren Hersteller auch bessere Kundenkommunikation bieten, um einen Vergleich anstellen zu können.


Hier die Reaktionen auf meinen obigen Fall. Für eine private Website, die ja kein Bewertungsportal o.ä. darstellt, sind das recht viele. Dass es keine gegenteiligen, für Birkenstock positiven Rückmeldungen gibt, liegt nicht daran, dass ich sie unterschlagen würden. Es haben mich keine erreicht!


11.01.2015

[betreff]: Birkenstock Qualität.
[name]: N. P.
[email]:
[nachricht]: Hallo,
ich habe Ihren regen Schriftverkehr mit der Fa. Birkenstock mit äußerster Interesse gelesen.
Auch ich habe den Verdacht, das die Qualität der Schuhe sehr stark nach gelassen hat. Habe ein paar Boston (trage sie nur als Hausschuh), wo sich nach ca. 2 Jahren bereits die Sohle vom Kork löst. Werde mich dies bezüglich auch noch mit Birkenstock auseinander setzen und bin nach Ihrem Bericht sehr auf deren Antwort gespannt.

Ich finde, so sollte man nicht mit Kunden umgehen wenn man "Sandalen" zu einem Preis vertreibt, wo man eigentlich 5 andere Paare für bekommt.

Das Kundenfreundlichkeit auch anders aussehen kann, hat mir die Fa. [...] gezeigt.
[...]
Werde Sie über den weiteren Verlauf mit Birkenstock
unterrichten.
Gruß
N. P

Und ein Auszug der Antwort von Birkenstock, die im Übrigen freundlich ausgefallen ist:

Wir bedauern sehr, dass Sie einen Grund zur Beanstandung unserer Produkte haben.

Bitte wenden Sie sich bezüglich Ihrer Reklamation an das Fachgeschäft, da ein gültiger Kaufvertrag zwischen Ihnen und dem Händler geschlossen wurde. Ihr Anspruch auf Reklamation kann nur zwischen den Vertragspartnern reguliert werden. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie uns selbstverständlich das Paar zur Überprüfung einsenden.

Zu unserem Material kann ich Ihnen versichern, dass wir in den letzten Jahren kein anders verwendet haben. Generell arbeiten wir mit hervorragenden Materialien. Das sich jedoch auch bei uns eventuell mal ein Fehler einschleichen kann, ist möglich.


24.01.2015

[betreff]: Birkenstock Sandalen
[name]: J. W.
[email]:
[nachricht]: Hallo

Ihren Beitrag über Birkenstock Sandalen habe ich mit Interesse gelesen. Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass sich beschriebene Klebestellen lösen. Aus einer Laune heraus habe ich bei Aldi Sandalen, Design Birkenstock, gekauft. Mit dem Produkt habe ich keine Probleme. Haltbarkeit vergleichbar (Abrieb). Der Preis- ein Bruchteil der Birkensock Sandale.

J. W.

P.S. Hochmut kommt vor dem Fall


05.02.2015

[betreff]: Birkenstock
[name]: C. R.
[email]:
[nachricht]: Hallo Herr Jonas

Nach den eigenen frischen Erfahrungen mit der Firma Birkenstock setzen mich Ihre Schilderungen nicht mehr in Erstaunen.
Für meine Enkeltochter erstand meine Schwiegertochter Mitte des vergangenen Jahres ein neues Paar Kinder-Betula-Sandalen. Nach kurzer unstrapaziöser Tragezeit lösten sich die Sohlen. Daraufhin stellten wir diese
Sandalen in der sicheren Annahme, dass dieser offensichtliche Garantieschaden fachgerecht nachgearbeitet würde, der Firma Birkenstock am 20.07.2014 zu. Erst am 04.02.2015 erhielten wir die Sandalen unrepariert zurück mit der Bemerkung, dass auf den per Mail am 06.08.2014 erstellten Kostenvoranschlag über eine kostenpflichtige Reparatur keine Benachrichtigung erfolgte. Dieser Kostenvoranschlag für eine Garantieleistung ist schon dreist und außerdem hier nicht eingetroffen oder im SPAM-Filter versunken.

Ein Anruf bei der für Rückfragen angegebenen Rufnummer der Serviceabteilung landete bei einer freundlichen aber hilflosen Mitarbeiterin, die mich an eine Vorgesetzte weiterleitete. Hier lernte ich nun, was bei Birkenstock
Service bedeutet. Nachdem ich hier wiederholt freundlich mitteilte, keinen Kostenvorschlag erhalten zu haben und außerdem von einer Garantieleistung ausging, durfte ich mir die im Rücksendelieferschein der Firma B. schriftlich vorliegende Bemerkung vorlesen lassen mit dem weiteren Hinweis, dass rechtlich der Händler für die Erbringung der Garantieleistung verpflichtet sei. Damit war für die Dame wohl im Sinne der Firma Birkenstock der Fall erledigt.- Für unsere Familien nun die Firma Birkenstock aber ebenfalls.

p.s. Eine Reparatur ist nun auch nicht mehr nötig, weil nicht nur das Kind, sondern auch seine Füße inzwischen weiter gewachsen sind.


13.08.2015

[betreff]: Birkenstock, nur noch billige Qualität
[name]: Anonymus
[email]:
[nachricht]: Hallo Gregor,

Ihre Erfahrungen kann ich bestätigen, obwohl ich bisher nur Schuhe mit Lederriemen hatte. Ein Paar Birkenstock aus dem Jahr 1993 oder 1994 hatte ich mindestens 5 Jahre getragen. Die waren fast unzerstörbar, trotz Strandbesuche und Salzwasser. Alle Nachfolgemodelle haben sich nach 1,5 bis 2,5 Jahren verabschiedet. Der hohe Preis für die Schuhe war daher nicht mehr gerechtfertigt. Mit den Lederriemen hatte ich nie Probleme. Bei mir haben sich die Fehler immer an den Korksohlen gezeigt. Meistens gibt es horizontale Risse, d.h. die Sohle teilt sich in 2 Schichten. An den Stellen, an denen die Lederriemen befestigt sind, reißt sie Sohle ebenfalls aus. So etwas gab es tatsächlich früher nicht. Die schlechte Qualität rechtfertigt überhaupt nicht den Preis. Es gibt gleichwertige, teilweise bessere Schuhe bei jedem Discounter zum Preis zwischen 10 und 20 EUR.

Was sich bei Birkenstock nicht geändert hat: Die Gummisohle hat schon immer schwarze Abdrücke hinterlassen, sobald sie nass wurde. Ganz ärgerlich wenn man nach dem Wischen über die sauberen Fliesen gehen muss, bevor sie ganz getrocknet sind. Auch wenn die Sohlen mit sauberem Wasser abgewaschen werden entsteht dieses Phänomen, dass ich mir nicht erklären kann.

Mein Fazit: Die Birkenstock sind SAUBEQUEM, man kommt nicht davon los, aber man muss ..... Leider.... Schade ....

Beste Grüße
Jürgen

Und noch in Nachtrag in separater Mail:

Hallo Gregor,
 
beim Laufen und Verbiegen der Sohle treten Spannungen auf. Die obere Schicht wird gestaucht, die untere gedehnt. Je geringer die Höhe, desto geringer der Spannungaufbau. Im Umkehrschluß heißt das bei den dicken Korksohlen, sie müssen viel Spannung aufnehmen. Dazu braucht an aber sehr festes und dichtes, oder dehnfähiges Material, was wohl bei den früheren Korksohlen der Fall war, jedoch erfüllt billigeres Kork mit geringerer Dichte oder anderer Körnung nicht mehr die Anforderungen. Die Auftretenden Scherkräfte führen zum horizontalen Abscheren, die Sohle teilt sich an der Stelle des höchsten Spannungsverlaufs. Alle Bemühungen, das mit Kleber in den Griff zu bekommen, sind zum Scheitern verurteilt, weil der Kleber dann wohl hält, die Scherkräfte aber unmittelbar darunter oder darüber in der Schicht ohne Klestoff-Verfestigung die gleichen Auswirkungen haben.
Am besten halten die "wertvollen" Birkenstock also, wenn man sie vor Scherkräften schützt.
Fazit: Kaufen und NIE tragen. ;-)
Warten bis "Birken"stock durch "Eichen"stock ersetzt wird, das soll ja fester sein .....
in diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sommertag mit oder ohne Birkenstock.
 
Beste Grüße aus dem Südwesten

03.03.2016

[betreff]: Birkenstock "Qualität"
[name]: C. P.
[email]:
[nachricht]: Hallo, Herr Jonas,

nach über Jahre andauernden Reklamationen bei der Fa. Birkenstock wegen eindeutig nachlassender Qualität (Kork bröckelt regelmäßig nach kürzester Zeit, Verleimung löst sich, Einrisse im Kunststoffleder bereits nach einem Jahr) stieß ich auf Ihre Seite.

Ich trage seit Jahrzehnten ab Frühjahr bis Herbst ausschließlich Birkenstock-Schuhe, verschiedenste Modelle, habe insofern einen langjährigen Vergleich bzgl. Haltbarkeit, da sich mein Trageverhalten kaum änderte. Frühere Modelle trug ich viele Jahre lang, immer dasselbe Paar, heute fallen mir meine diversen Modelle, die ich ABWECHSELND trage, bereits nach kurzer Zeit auseinander. Die Fa. Birkenstock besteht auf Nachfrage auf unveränderter Produktionsqualität, antwortete spät, manchmal gar nicht, in keiner Weise entgegenkommend oder freundlich, an Ersatzansprüche nicht zu denken. Auch kein Einsehen, kein Bedauern, offenbar keine Lust auf Auseinandersetzung und Anregung, keinerlei Interesse an Kundenzufriedenheit. Dem Hinweis, alle bemängelten Schuhe über mein Schuhgeschäft einzusenden, kam ich nach, blank geputzte, wie neu aussehende Schuhe mit bester Sohle (da kaum getragen) UND Korkeinrissen, Riemeneinrissen, Riemenablösung; auch mein Schuhhändler war beim Anblick der Schuhe nach so kurzer Zeit vom sicheren Erfolg einer Reklamation überzeugt. Ich wartete einen Sommer lang auf die Rücksendung meiner Schuhe und auf eine Antwort - es gab angeblich gerade Software-Umstellungsprobleme. Danach kamen alle Schuhe unrepariert, ohne Gutschrift, ohne jede Entschuldigung zurück!

Einzig angemessene Konsequenz, wie ich finde: Umstellen auf andere, ähnlich gut passende Markenschuhe - auch wenn das schwer fällt nach so langer Zeit und guter Gewohnheit. Der Kunde zählt offenbar in diesem Firmenmanagement nichts; selbst Anrufe des Schuhhändlers hinterließen keinerlei Eindruck bei Fa. Birkenstock. Nicht nachvollziehbar, jedoch Realität.

Nun, ich denke, man MUSS das nicht mitmachen; wir dürfen uns dem entziehen. Schade zwar, denn ich trenne mich nicht gerne von meinen Schuh-Vorlieben, doch mangels Alternativen bleibt kein Weg, oder?

Herzliche Grüße an Sie, lieber Leid-Genosse, von C.


04.03.2016

[betreff]: Birkenstock...schlechte Qualität
[name]: Rosi
[email]:
[nachricht]: Hi Gregor,

danke für dei vielen Up-Dates....und sorry für Birkenstock: das Credo von laufender schlechten Qualität und miesen Kundenservice veranlasst mich...Gott sei Dank....dazu: Hände weg, Konkurrenz kaufen, vielleicht checken sie es ja dann!

Danke fürs "Aufschlauen"!

ach: ohne diese Site hätte ich gekauft Herr Birkenstock!!!!!!!


10.06.2016
Von Matthias T.

Birkenstock OEM

Hallo Herr Jonas,
auch ich habe mehrfach feststellen müssen, dass gerade in jüngster Zeit noch andere Markenhersteller es zunehmend mit der Qualität nicht mehr so genau nehmen und sich mit der geplanten Obsoleszenz eine  lukrative Einnahmequelle sicherten.
Weil Schuhe ohnehin für jedermann unverzichtbar sind, können die Schuhhersteller quasi ihre Preise beliebig nach oben gestalten.

Im Supermarkt habe ich meine Ihren Birkenstock identischen Schuhe, Marke Bioline erworben.
Vielleicht handelt es sich bei Ihren "Birkenstocks" um ein OEM-Produkt, also um ein und dieselbe Marke, natürlich mit einem satten Aufpreis von weiteren 50 Euro, für den Firmenaufdruck.
Es handelt sich um ein ganzjähriges günstiges Dauerangebot von Kaufland.
Diese bequemen Schuhe mit einem Kaufpreis von knapp unter 10 Euro bieten zwar ein gutes
Preis-Leistungsverhältnis.
Es darf sich aber niemand daran stören, das alle baugleichen Modelle innerhalb kürzester Zeit an allen möglichen Stellen zerfallen sozusagen "in Wohlgefallen auflösen".
Etwas Anderes habe ich in der Preisklasse auch nicht erwartet und auch mit einkalkuliert.

Alle meine Schuhe dieser Sorte, die ich wiederholt kaufte, wiesen schon nach wenigen Wochen exakt die gleichen Defekte auf (und zwar beidseitig), wie Sie hier angeführt haben.

Gerne können Sie meinen Artikel, nebst Fotos auch mit meinem Namen auf Ihrer Webseite veröffentlichen.

Danke im Übrigen für den Tipp mit dem Sekundenkleber, der bessere Dienste leisten soll, als andere Kleber.

Freundliche Grüße M.T

Anm. des Webmasters: Ich kann derzeit nicht sicher bestätigen, dass "Bioline" tatsächlich baugleich mit Birkenstock ist, halte es aber für denkbar. Der obigen Mail sind Fotos beigefügt, auf denen Schäden zu sehen sind, die mir sehr bekannt vorkommen.


28.02.2017
von Michael Z.

"Qualitätsmängel" Birkenstock
Die geschilderten Probleme kann ich nach mehr als 35 Jahren Birkenstock-Tragens nicht wirklich nachvollziehen. Gut, nach längerer Zeit (> 5 Jahre und mehr) löst sich tatsächlich gerne einmal sukzessive das Obermaterial seitlich vom Kork; der Schuh bleibt aber dank haltbarer Befestigung des Obermaterials zwischen Kork und Laufsohle noch ewig tragbar. Ein gebrochenes Fußbett habe ich hingegen noch nie erlebt, was aber evtl. auch an der
Behandlung der Schuhe liegt.Denn, mit Verlaub: Die Fotos, insbesondere das letzte, erwecken den Eindruck, als hätten Ihre Birkenstock diverse Einsätze beim "mud-racing" hinter sich. Vielleicht liegt es ja auch daran und für's Grobe wären ein paar Gummistiefel nicht schlecht ;-)

Anmerkung:
Es ist ja schön, wenn es tatsächlich Ausnahmen geben sollte. Leider wird nicht erwähnt, wann die Birkenstocks gekauft worden sind, auf die sich dieser Kommentar bezieht. Und wenn es sich dabei um Ledermodelle handeln sollte, wäre das vielleicht sogar zu erklären...
Und ja, meine Exemplare sind schon mal schmutzig. Schon, weil mir meine Hunde mit ihren Matschpfoten schon mal drauftreten, wenn sie aus dem Garten kommen... Kein Grund, nach Gummistiefeln zu schreien. Und die Trageriemen reißen sicher nicht, weil die Schuhe von mir überstrapaziert würden. Im Gegenteil, früher ha ich die Dinger mit in den Bergen gehabt, bin über Stock und Stein und sogar durch Bäche gelaufen, ohne dass auch nur ansatzweise Mängel aufgetreten sind. Und wie weiter oben schon gesagt, dienen meine Birkis im Wesentlichen als Hausschuhe. Für den Garten benutze ich noch mehr verschlissene Paare...



Sollten Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, schreiben Sie mir. Ich werde Ihre Anmerkungen dann hier anhängen und veröffentlichen. 


©  2014 - 2017 Gregor Jonas
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