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Die Entwicklung unseres Gartens vom Kauf bis heute

Bilder und Berichte von der Gestaltung eines 3.000 m² großen Grundstücks, dass längere Zeit mit wenig Pflege auskommen musste.


Wieder ist Frühling. Die Kröten sind wieder da.

Am Teich blühen wieder die Blumen, wie hier die Sumpfdotterblumen.

Etwas vorher schrieb ich, dass Hühner gar nicht so dämlich sind. Diese beiden fanden immer einen Weg über den Zaun, weil es auf der Terrasse doch so viel schöner ist. Eines der Hühner setzte sich sogar neben meiner Frau auf die Bank. Und das beileibe nicht nur ein Mal.

Sommeridylle mit den Laufenten im Hintergrund.

Jede Menge Töpfe und Kübel bevölkern die Terrasse.

Natürlich ist mit Erdbeerpflanzen auch etwas Essbares mit dabei.

Das Blumenrohr war auf dem Komposter gelandet und hat dort wider Erwarten überwintert. Jetzt wächst und blüht es dort eben so schön wie ungeplant.

Klettererdbeere im Kübel.

Unser Pflanzgarten 2014. Einfache Bretter dienen als provisorische Wege und Beeteinfassungen.

Kartoffeln, Zwiebeln und Rote Bete.

Salate und Kohl, hinten stehen Tomaten. Der Rasensprenger ist mit der Zisterne verbunden und dient der bequemen Bewässerung.

Eine Eigenkonstruktion, um den Gurken eine Rankhilfe zu bieten. Das Gestänge stammt aus dem Strauchschnitt im letzten Herbst.

Alles vom Garten frisch auf den Tisch. Was nicht direkt gegessen werden kann, wird eingefroren, eingelegt oder im Falle der Johannisbeeren zu Marmelade verarbeitet. Quitten, Pflaumen und Mirabellen eignen sich ebenfalls für leckere Marmeladen. Pflaumen kann man entkernt und in Hälften geschnitten gut einfrieren und nach dem Auftauen wie frisch essen oder weiter verarbeiten. Und aus Weißkohl lässt sich recht einfach selbst Sauerkraut zubereiten.

Ein Überblick über die Terrasse. An der Grenze zum Garten wurden Pollerleuchten platziert, welche die Bepflanzung im Dunklen schön ausleuchten ausleuchten. Pollerleuchten sind im Grunde genommen Stehleuchten für den Außenbereich. Durch die niedrige Bauart und die indirekt Ausstrahlung des Lichts wird man nicht geblendet, aber der Weg oder die Sträucher werden optimal ausgeleuchtet.

Der Vorgarten war jetzt nach drei Jahren schon wieder verwildert. Also blieb mir wenig übrig, als so viel Platz zu schaffen, dass ich um die Sträucher herum mit dem Rasenmäher arbeiten konnte. Das Ergebnis ist längst nicht so wildromantisch wie der Ursprungszustand, lässt sich aber dafür relativ einfach pflegen.

Eine "Gierschplantage". Das Kraut kann man essen, was wir auch probiert haben. Ein kulinarischer Genuss ist damit aber nicht verbunden, abschreckend ist es aber auch nicht. Allerdings wuchert das Zeug dermaßen, dass es kaum in den Griff zu bekommen ist. Vertreiben lässt es sich schon mal gar nicht. Da hilft nur mähen. Wenn wir großes Glück haben, kämpft sich der Bärlauch bis dahin vor und nimmt uns die Arbeit ab. Bärlauch ist auch deutlich leckerer.

Immer ein gern gesehener Gast, auch wenn er manchmal gegen die Hauswand klopft und nervt: Ein Buntspecht.

Schon wieder ein Jahr um. Die alte Gasheizung ist inzwischen einer Luftwärmepumpe gewichen und der Gastank ist weg.

Im Frühjahr sieht der Vorgarten kahl aus.

Eine Hornisse kam zu Besuch. Die unter Naturschutz stehenden Riesenbrummer sind nicht aggressiv, fressen die tatsächlich manchmal angriffslustigen Wespen und sind einfach nur schön. Und ein Stich soll weniger schmerzhaft und schädlich sein als der einer Wespe - allen anders lautenden Gerüchten zum Trotz. Und mich hat bei etlichen Gelegenheiten noch nie eine Hornisse attakiert.

Die ersten Blüten im Frühjahr: Winterlinge.

Nach den Erfahrungen mit dem Pferdemist benutzen wir jetzt unseren eigenen Kompost, der in zwei Kammern reifen kann. Der Mist war ohnehin nur eine Übergangslösung, weil wir ja anfangs noch gar keinen Kompost hatten. Hier auf dem Bild ist die vordere Kompostierkammer leer geräumt und nur das Blumenrohr ist übrig geblieben. Ob es auch in diesem Jahr noch einmal wächst, müssen wir abwarten.

Der Kompost ist auf das Pflanzfeld aufgetragen, mit der Motorhacke eingearbeitet und schon ist der Boden für die Pflanzen bereitet. Hier vorne stehen eine rote und eine schwarze Johannisbeere so wie eine Jostabeere. Aus den dreien habe ich mittels Stecklingen neue Pflanzen gezogen. Dazu reicht es, im Herbst ein paar Äste in den Boden zu stecken und zu warten. Allerdings ist es von Vorteil, wenn man sich aufschreibt, welche Sorte wo steht. Jetzt habe ich die 8 ausgetriebenen von 9 Stecklingen umgepflanzt und warte gespannt darauf, was wo steht.

Auch hier steht Giersch. Zusätzlich wuchern die Heckenrosen in das Pflanzfeld über. Mit dieser Folie lässt sich das recht einfach unterbinden.

Die Goji-Beere soll lecker und gesund sein. Nur wachsen will sie nicht so recht.

Diese Hühnerschar hat schon zwei Jahre durchgehalten, ohne vom Fuchs dezimiert zu werden. Und jetzt im Frühjahr legen sie wieder besonders viele leckere Eier.

Von Weitem sieht der Rasen aus wie Rasen.

Hier stehen links meine Johannisbeeren und vor den Thuja eine Stachelbeere und dahinter noch mal zwei Beeren. Langsam entwickelt sich ein "All you can eat- Garten". Der junge Baum vorne ist eine Mirabelle "Von Nancy", die im letzten Herbst das erste Mal Früchte getragen hat. Und dann gleich so viele, dass die Äste sich bogen und angebunden werden mussten. Gesetzt haben wir sie im Frühjahr 2011 zusammen mit den anderen Obstbäumen. Sie hat also 3 Jahre bis zum ersten Ertrag gebraucht. Dahinter steht die Birne (Sorte "Williams Christ"), die leider immer wieder vom Birnenrost befallen wird. Gleiches gilt für den älteren Birnbaum, der schon beim Hauskauf dort stand.

Noch halten die Hühner das Gras kurz. Aber über kurz oder lang muss ich irgendwie mähen.

Unsere Weinstöcke, dick mit Mulch abgedeckt. Es handelt sich hier um vier verschiedene kernlose bzw. kernarme Tafeltrauben, die zum Verzehr gedacht sind. Das heißt, wenn wir hier in der Höhenlage irgendwann einmal einen Ertrag bekommen sollten. Aber wer nicht probiert... Der Draht der Voliereneinzäunung dient als Kletterhilfe.

Damit wir möglichst lange über das Jahr Obst ernten können, haben wir zwei Honigbeeren oder Kamschatkabeeren gepflanzt. Das arktische Gewächs treibt früh und trägt auch früh. Aber es wächst langsam und so müssen wir uns noch zwei bis 3 Jahre gedulden, bis wir die ersten Beeren probieren können. Wenigstens müssen wir uns keine Sorgen wegen möglicher Frostschäden machen. Dahinter steht eine Tayberry (eine Kreuzung aus Brombeere und Himbeere) und dann kommen zwei der eigenen Stecklinge. Ob Johannisbeere oder Jostabeere weiß ich noch nicht.

Eines meiner selbst gezogenen Beeren. Im vorletzten Herbst in die Erde gesteckt und im letzten Frühjahr umgepflanzt.

Unser alter Boskopp sieht immer kränklicher aus. Wenigstens habe ich mit den Motorsägen das passende Werkzeug, um selbst Hand anlegen zu können.

Dafür wächst die Trauerweide wie wild.

Eine Buchen und Hainbuchenpflanzung, aus der einmal ein Stück Hecke werden soll. Leider hatten und haben wir gerade eine Mäuseplage biblischen Ausmaßes und die Nager haben einige Setzlinge am Boden angenagt. Welche überlebt haben, wird sich noch erweisen müssen. Die Setzlinge stammen teils aus dem Garten, wo sich Hainbuchen gerne auch mal selbst niederlassen und teils aus dem nahen Wald. Natürlich mit Erlaubnis unseres Försters entnommen.

Himbeeren wachsen schnell und schmecken gut. Verschiedene Sorten tragen zu unterschiedlichen Jahreszeiten, die im Vordergrund stehenden sogar zwei Mal. Eine Brombeere rundet das Beerenangebot ab.

Hier hat einmal das blaue Gartenhaus gestanden.

Nicht nur an manchen Stellen sieht unser Rasen derzeit so aus. Wenn man durch den Vorgarten geht, meint man im Hochmoor zu sein, so sinkt man ein. Da ist ein Mäusegang neben dem nächsten.

Der deutlich lichter gewordene Vorgarten wartet darauf, wieder grün zu werden.

Ein alter Holunderstrauch, der nach dem Schnitt wieder von unten wachsen kann. Darunter steht unser Bärlauch. Der Vorgarten muss ja auch etwas essbares produzieren. 

Die Hecke muss jetzt wieder vom Boden her dicht zuwachsen. Die alten Triebe zu entfernen, ohne die Sträucher einfach am Boden abzuschneiden ist deutlich mehr Arbeit. Dafür sieht es dann nachher aber auch nicht ganz so kahl aus.

Der Bärlauch mit dem Holunder, im Hintergrund der Gartenteich.

Jede Menge Platz für ungebremstes Wachstum. Die Knospen gehen gerade auf.

Dieser Garten wird uns auch in den nächsten Jahren beschäftigen, aber auch mit Obst und frischem Gemüse versorgen. Das ist nicht nur lecker, sondern auch gesund.


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© Gregor Jonas 2015
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