Haareis (Haar-Eis) und andere Eiskreationen aus der Frühlingsnatur

Anfang März 2014


Haar-Eis

Haareis bildet sich bei mäßigem Nachtfrost auf morschem, feuchtem Holz. Angeblich ist das Myzel eines im Totholz wachsenden Pilzes Auslöser und Kondensationspunkt für das aus dem Holz austretenden Wassers / Wasserdampfs, welches dann in der frostkalten Luft zu haarähnlichen Strukturen gefriert. Nebel ist nach meinen Beobachtungen nicht erforderlich, da das Wasser aus dem Holz stammt, aber er ist förderlich. Die Luft muss aber so feucht sein, dass es auch für Reif reicht.

Wie dem auch sei, so selten wie oft beschrieben, ist dieses Phänomen gar nicht. Es ist allerdings nur kurzlebig, weil es nicht zu kalt sein darf, was bedeutet, dass es meist schon kurz nach Sonnenaufgang wieder verschwunden ist. Man muss also zur richtigen Zeit im Wald sein. Und da man zum fotografieren Licht benötigt, ist das Zeitfenster für diese Aufnahmen recht kurz.



Haar-Eis






Ein Fundstück auf dem Weg.


Meine Arbeit im Hang wird interessiert beobachtet.


Noch ist es neblig.


Außerhalb des Waldes hat Raureif die Überreste von Pflanzen aus dem Vorjahr verziert.





Und überall in den Bäumen hängen Spinnweben, so dass der Wald zu leuchten scheint, wenn die Sonne schräg hinein scheint.





Selbst der Stacheldraht bekommt einen sanften Überzug.


Die Winterlinge, die schon eine geraume Zeit blühen, trotzen dem Frost.



Auch der Flieder steht in den Startlöchern.




Der Duftschneeball blüht auch schon seit Wochen, weil der Winter so ziemlich komplett ausgefallen ist.






Hier in der Eifel kommt die Forsythie noch nicht ganz aus der Knospe heraus, während die Sträucher am Rhein bereits in voller Blüte stehen.




Und jetzt hat der Nebel auch aufgegeben und lässt die Sonne ungehindert scheinen.


© 2014  Gregor Jonas
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