Winter 2002/2003

Hallo zusammen,

nachdem ich mich gut in meine neue Familie eingewöhnt hatte und auch die Umgebung bereits gut kannte, stieg Herrchen bei unseren Spaziergängen von Turnschuhen auf Gummistiefel um. Anders gesagt, die schönen Feld- und Waldwege wurden matschig und nass. 

Also ideal zum spielen und wälzen. Frauchen und Herrchen fanden das gar nicht so lustig wie Domino und ich. Die sind immer mit Lappen und dem komischen lärmenden Ding, dass sie Staubsauger nennen, hinter uns hergerannt. Natürlich nur in der Wohnung.

Dann wurde es so richtig kalt und alles wurde draußen weiß. Das hat Spaß gemacht! Unsere Zweibeiner fanden das auch toll und hörten auf, zu hause hinter uns herzuputzen.

Domino kannte das weiße Zeugs schon, dass dort so spärlich auf dem Weg lag. Er fand es zwar auch schön, meinte aber, davon hätte er schon mal viel mehr gesehen.

Ich musste aber alles ganz genau erkunden, weil alles so anders aussah und anders roch als vorher. Darum konnte Herrchen mich auch immer nur von hinten fotografieren. Domino hat mir meistens nur kopfschüttelnd hinterhergeschaut.

Darum verwundert es auch nicht, wenn hier nur mein Hinterteil zu sehen ist. Aber der Wald sah so schön aus, dass Herrchen dieses Foto trotzdem schön findet.

Die Pferde auf der Koppel wollten unbedingt mit mir um die Wette laufen. Vor lauter Freude sind sie in die Luft gesprungen und haben ganz doll mit den Beinen um sich geschlagen. War das eine Rennerei! Ich war immer schneller, weil ich besser um die Ecken laufen kann. Dabei hat Herrchen die ganze Zeit laut nach mir gerufen. Das verstehe ich gar nicht. Wo dieses Spiel doch so schön war. Jetzt nimmt Herrchen mich immer an die Leine, wenn ich Pferde sehe. Spielverderber!

Domino konnte das ganze Theater gar nicht verstehen und hat mich nur mitleidig angesehen, die Trantüte.

 

Weihnachten durften wir nirgendwo mit hin. Dafür gab es anschließend immer eine extra Schmuseeinheit von Frauchen und Herrchen.

Da war es auch wieder weg, das Schneezeugs. Dafür fing es an zu regnen, was der Himmel hergab. In diesem Wetter sind wir dann nach Heimbach gefahren, um uns mit vielen anderen Bernerfreunden zu treffen und gemeinsam Silvester zu feiern.

Das ist aber eine extra Geschichte, die ihr hier nachlesen könnt.

Kaum war Silvester gut vorbei, wurde es erneut weiß. Leider wurde es wieder nicht viel Schnee, aber es war trotzdem schön, darin herumzutoben.

Hier bin ich auch mal brav neben Domino sitzen geblieben!

Sogar so lange, dass es für zwei Bilder gereicht hat.

Na ja, ich muss zugeben, dass Frauchen die ganze Zeit mit einem dicken Beutel voller Leckerchen gewunken hat, damit ich mal Ruhe gebe.

Hier sehe ich ja ganz friedlich aus ;-) Und schon fast so groß wie Domino. Obwohl das gar nicht stimmt. Auf jeden Fall habe ich die Leckerchen immer fest im Blick!

Nein, wir betteln gar nicht! Aber da sind bestimmt noch Reste in der Tasche von Frauchen, die man abstauben könnte.

So, dass reicht fürs erste. Hoffentlich bekommen wir noch mal ganz viel Schnee!

Eure Ginja


Und tatsächlich: Ende Januar schneite es dann noch mal ganz ordentlich. Sonntags (02.02.2003) sind Frauchen und Herrchen dann mit uns in die Eifel gefahren, wo noch mehr Schnee lag. An den Wegrändern war besonders viel von dem weißen Zeug, Herrchen nannte es "Schneewehen".

Frauchen wollte uns zeigen, dass man darin besonders toll spielen kann. Schwupps - weg war sie. Und Domino und ich haben uns natürlich sofort auf sie gestürzt. War das ein tolles Spiel :-))

Aber auch ohne Frauchen kann man sich hier ganz schön eingraben.

Domino ist fast schon verschwunden.

Wenn es nach uns ginge, könnte das weiße Zeug jeden Tag auf unseren Spaziergängen rumliegen. Als wir dann wieder zu Hause waren, sind wir alle vier ziemlich müde gewesen!

Eure Ginja


(c) 2000-2003 Gregor Jonas
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