Domino schreibt...mit Ginja zusammen (Teil 4: 2003)


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Jahresrückblick 2003

Hallo zusammen,

jetzt, wo im Fernsehen die ganzen Jahresrückblicke laufen, will ich auch mal erzählen, was wir so das ganze Jahr über gemacht haben. Domino wird auch seine Kommentare abgeben. Damit ihr das unterscheiden könnt, schreibe ich in rot und Domino in blau.

Jau, als Mann ist man ja froh, überhaupt mal zu Wort zu kommen. Von mir aus dann auch blau. Mann muss wohl nehmen, was Mann bekommt.

Das Jahr hat schon mit einem Paukenschlag begonnen. Wir waren mit Frauchen und Herrchen Silvester in Heimbach und mussten dort sogar übernachten. Das war zwar eng, dafür waren viele andere Bernis mit ihren Zweibeinern mit dabei. Und die haben nachts vielleicht einen Radau gemacht! Vorher haben sie sich den Bauch vollgeschlagen und wir haben wieder mal kaum was abbekommen. Aber wir waren ganz cool und haben den Lärm ertragen. Jedenfalls die meisten von uns. Dabei hätten die Zweibeiner eigentlich wissen müssen, dass wir empfindliche Ohren haben. 

Foto: Berner Sennenhündin Ginja mit Schutzbrille

Frauchen hat uns sogar coole Brillen aufgesetzt, damit wir ... na ja ... cool aussehen :-))

Foto: Berner Sennenhund Domino mit Schutzbrille

Ja, ja, alle reden immer von den starken und coolen Rüden. Aber wenn es darauf ankommt, lassen wir es lieber vorsichtig angehen!

Ach ja, wenn jemand die ganzen Bilder sehen möchte, kann er auf die Fotos klicken. Da gilt auch für die folgenden. Na ja, und wenn kein link da ist, gibt es halt auch nichts weiter zu sehen.

Typisch Frau: Erst reden und dann alles zumindest teilweise wieder zurücknehmen!

Und dann kam tatsächlich noch mal so richtig Winter. Mit Schnee und allem, was so dazu gehört. Das kannte ich noch nicht. Ich bin ja auch noch nicht so alt. Aber wir sind dann oft in Richtung Eifel gefahren. Da lag dann richtig viel Schnee. Da konnten wir uns austoben bis zum Umfallen. Wenn das überhaupt möglich ist, wenn man bis zum Bauch in der weißen Pampe drinsteckt.

 Foto: Berner Sennenhunde Domino und Ginja im Schnee

Herrchen ist die ganze Zeit über viel mit uns durch die Gegend gelaufen. Manchmal sogar mit Besuch. Im Frühjahr sind wir mit Anton durch die Wälder gestreift. Leider haben wir ihn lange nicht mehr gesehen. Frauchen meinte, ich würde ihn zu sehr ärgern. Ich finde, das ist dummes Geschwätz. Bloß, weil Anton sich nicht wehren will ... Jetzt bleiben mir erst mal nur die Fotos. Aber ich hoffe, Frauchen wird mal wieder vernünftig.

Foto: Berner Sennenhund Anton im Herbstlaub

Dann kam das große Bernerfreunde-Treffen bei uns zu Hause. Da sind ganz viele Bernies mit ihren Zweibeinern gekommen und ganz lange bei uns geblieben. Da war schon April, der Monat, in dem Domino und ich Geburtstag haben. Aber das war noch ein paar Tage später. Also war ich da noch nicht ganz ein Jahr alt. Das war vielleicht ein Aufmarsch! Alle Leute haben zugesehen, als unsere Riesengruppe um die Steinbachtalsperre marschiert ist. Dort im Restaurant hatten wir sogar einen ganzen Saal für uns alleine.

Foto: Berner Sennenhundetreffen April 2004 in Kirchheim

Alles lief vollkommen friedlich ab, was angesichts der vielen Rüden, die da waren, schon bemerkenswert ist. Aber wir hatten ja genug Platz, um uns aus dem Weg zu gehen, Und Mädels gab es auch genug ;-)

Nur ein paar Wochen später haben wir uns schon wieder mit vielen Bernies getroffen. Diesmal in der Eifel. Und es waren ganz andere als beim letzten Mal. Aber das ist doch klasse. Man kann nicht genug Pelznasen kennen lernen, sagt Herrchen.

Foto: Berner Sennenhündin Sandy im Matsch

Das hier ist Sandy. Und so sahen wir alle nach der Wanderung aus. Wenigstens mehr oder weniger. Herrchen meint, mehr.

Was aber nur für dich gilt, liebes Schwesterlein. Was musstest du auch kurz vor Einkehr in die Gaststätte noch Schlammcatchen mit den Kühen spielen!

Kaum hatten wir uns von den Treffen einigermaßen erholt (man glaubt ja kaum, wie anstrengend Spielen sein kann), fuhren wir in Urlaub. Domino kannte das ganze ja schon, aber ich fand es ausgesprochen spannend. Wir waren in Domburg / Holland. Und dort gibt es den größten Sandkasten, den ich je gesehen habe. Und noch dazu jede Menge Wasser. Komisch war nur, dass sich das Wasser immerzu bewegt hat. Das war schon seltsam. Und dabei roch und schmeckte es auch ganz anders als zu Hause. Daher habe ich mich zuerst gar nicht getraut, reinzugehen. Dabei schwimme ich doch so gerne.

Ginja sagt, dass ich das alles schon gekannt habe. Dabei war ich doch selber erst ein Welpe, als ich dort gewesen bin. Ich konnte mich also nicht so gut erinnern. Außerdem ist es dort so schön, dass ich sofort wieder dahin fahren möchte. Und alle Zweibeiner sind so lieb da und möchten mich immer knuddeln. Herrchen hat dort ein tolles Foto von mir geschossen, darauf sehe ich schöner aus als in Wirklichkeit. Und ich bin nun gar nicht eitel.

Foto: Berner Sennenhundrüde Domino Portrait

Dort hätten wir ruhig länger bleiben können, zumal wir auch noch Besuch von Alexa bekommen haben.

Nee, wenn ich überlege, was wir in diesem Jahr alles gemacht haben! Nach dem Urlaub ging es schon wieder weiter zum nächsten Treffen nach Hünxe zu Shari und Vincent. Außerdem waren wieder ganz viele Freunde dort.

Foto: Berner Sennenhunde Anton, Domino und Ginja im Wasser

Leider haben sich die Zweibeiner anschließend ziemlich gestritten. Keine Ahnung, worum es eigentlich gegangen ist. Aber einige unserer Freunde werden wir wohl nicht mehr wiedersehen. Verstehe einer diese Zweibeiner!

Dafür kam dann Betsy zu Besuch zu uns. Betsy ist auch eine ganz süße Maus und wir hatten viel Spaß beim Spielen.

Foto: Berner Sennenhundwelpe Betsy Portrait

Ja, ja, die Weiber. Schön spielen, dass ich nicht lache. Immer dieses junge Gemüse. Versucht einem andauernd, ein Ohr abzuknabbern und das nennen sie dann Spielen! Ich finde das eher lästig.

Das war bereits im Juli. Was dann kam, war ein furchtbar heißer Sommer. Sogar Frauchen und Herrchen haben gesagt, dass sie so etwas noch nie erlebt hätten. Die haben immer alles im Haus abgedunkelt, so komische Blasemaschinen aufgestellt und trotzdem immer über die Hitze gestöhnt. Dabei haben die nicht mal einen richtigen Pelz. Obenrum mal abgesehen. Und bei Herrchen nicht mal da so richtig dicht.

Stimmt, sogar unsere Lieblingswiese war alles, nur nicht mehr grün.

Foto: Dürre während des "Jahrhundertsommers" 2003

Da war dann auch mit Spaziergängen nicht mehr viel. Zum Glück hatte Herrchen genau so wenig Lust dazu wie wir. Meistens haben wir uns bis zur Wiese geschleppt und dann in den Schatten verkrochen.

Foto: Berner Sennenhunde Domino und Ginja stöhnen unter der Sommerglut

Da konnte uns auch nicht trösten, dass es schöne Sonnenaufgänge gab. Wenigstens war es zu dieser Zeit nicht ganz so warm.

Foto: Herrlicher Sonnenaufgang Juli 2003

Als Anfang September Figo zu Herrchens Bruder nach Hause kam und auch Tessy uns besucht hat, war es immer noch so warm. Aber wir haben uns trotzdem mit spielen beschäftigt. So gut es eben ging.

Foto: Besuch von Dalmatinerwelpe Figo bei Domino und Ginja

Genau, da ist es warm und man ist froh, seine Ruhe zu haben und dann kommt so eine Nervensäge zu uns nach Hause. Keinen Moment wollte dieser schimmelige Zwerg Ruhe geben. Ich bin ja schon froh, dass meine Ohren das überstanden haben (wegen dran rumknabbern und so). Da kann man brummen und bellen, wie man will. Diesen Figo interessiert das überhaupt nicht. Dagegen war Tessy richtig angenehm.

So ein Quatsch! Anstatt nur träge in der Gegend herum zu liegen könntest du einfach mitspielen und sehen, wie viel Spass das machen kann.

Nachdem das Wetter dann wieder einigermaßen normal geworden war, gab es wieder ein größeres Treffen. Zuerst im Bergischen Land bei Betsy und Bonnie zu Hause und am nächsten Tag bei uns. Sogar aus Brandenburg kam Yagho mit Begleitung.

Foto: Berner Sennenhunde Treffen Oktober 2003

Apropos Yagho: Da wollte der mir doch glatt an den Pelz! Aber nicht mit mir. Dem habe ich ein schönes Piercing verpasst. Aber ehe ich mit ihm fertig war, hat Herrchen sich eingemischt :-( So wissen wir immer noch nicht richtig, wer der Stärkere ist. Aber das ist vielleicht auch ganz gut so.

Es war jedenfalls mal wieder schön, neue Bernerfreunde kennen zu lernen. Das fanden wohl auch die Zweibeiner.

Herrchen hat danach eine neue Digitalkamera bekommen und nervt jetzt noch mehr als vorher mit seiner Knipswut. Aber anstatt uns zu fotografieren hat er sich auf Bäume, Wasser und so ein Zeug gestürzt. Das ist wohl einfacher. Oder habt ihr schon mal eine Eiche weglaufen gesehen?

 Foto: Steinbachtalsperre im Abendlicht

Dann gibt es noch was unerfreuliches zu berichten. Titel: Wie ich an meinen Badeanzug gekommen bin.

Eigentlich spricht man ja nicht so gerne über Frauensachen. Aber was sein muss, muss sein. Frauchen war mit mir beim Homöopathen, weil ich mich immer so viel geleckt habe. Eigentlich war sie aber da, weil ich immer so komisch schmeckende kleine Kügelchen nehmen musste, damit ich mich zu Hause nicht immer so langweile. Wenn ich mich gelangweilt habe, hab ich immer Frauchens und Herrchens Diele umgestaltet. Dann habe ich diese Kügelchen bekommen und die Wände Fliesen.

Klar, bei den ganzen Löchern, die du in den Putz gefressen hast! Wir sahen ja manchmal aus wie die Dalmatiner vor lauter Staub und Gips, wenn Frauchen nach Hause gekommen ist. War doch klar, dass das so nicht weitergehen konnte. Aber auf mich hörst du ja nie.

Hör lieber auf, mich zu unterbrechen. Das Thema ist ja wohl gegessen! Na ja, nachdem nichts mehr zu knabbern da war, hab ich halt damit aufgehört. Obwohl Frauchen sagt, das läge an diesen komischen Kügelchen. Und als wir mal wieder bei dieser Homöopathin waren, has sie festgestellt, dass ich da was entzündet hätte. Dann sind Frauchen und Herrchen zum Tierarzt gefahren und da haben sie mir erst mal den Bauch rasiert. Dann kam so ein kaltes durchsichtiges Zeug drauf und die Tierärztin meinte, es sei nicht ganz so schlimm. Aber Frauchen und Herrchen haben dann doch beschlossen, mich dort zu lassen. Dort waren sie zwar lieb zu mir, aber als meine Zweibeiner mich am nächsten Tag wieder abgeholt haben, hab ich mir natürlich einen Ast abgefreut. Dann war mir auch egal, dass ich so einen seltsamen Trichter um den Hals tragen musste. Den hat Frauchen mir aber zu Hause erst mal wieder abgenommen und mir statt dessen diesen komischen, völlig hässlichen Badeanzug angezogen. Den Trichter musste ich dann nur noch nachts tragen.

Foto: Berner Sennenhündin Ginja nach der Kastration mit Badeanzug

Foto: Berner Sennenhündin Ginja nach der Kastration mit Badeanzug

Foto: Berner Sennenhündin Ginja nach der Kastration, Detailansicht Operationsnarbe

Sagt mal ehrlich, ist das Teil nicht furchtbar hässlich? Und einfach meinen nackten Bauch zu fotografieren. Herrchen schämt sich auch kein bisschen.

Nun, eins dürfte klar sein. So eine schlanke Taille wie mit deinem rasierten Bauch wirst du so schnell nicht wieder haben.

Als ich wieder einigermaßen fit war, wollte ich Frauchen sogleich eine große Freude machen. Sie hatte die Tür zu dem Zimmer aufgelassen, in dem sie Klopapier und Küchenrolle aufbewahrt. Als außer Domino und mir keiner mehr zu Hause war, hab ich das ganze Zeug nach unten in die Diele geschleppt und zusammen mit Domino in kleine Fetzen zerrissen. Damit Frauchen schönen Schnee hat, wenn sie nach Hause zurückkommt.

Und ich bin wohl wieder mitschuldig? Dabei hast du doch damit angefangen. Wer ist als erster mit seinen Rollen fertig, hast du gefragt. Bei meiner Rüdenehre. Da konnte ich doch nicht still zusehen, wie du gewinnst. Außerdem hat es ja auch einen Heidenspaß gemacht.

Bald ist Weihnachten und kurz vorher haben wir uns noch mal bei Bonnie und Betsy in Dabringhausen getroffen. Sally war auch mit dabei. Unterwegs gab es ganz viele Leckerchen und zum Schluss sogar eine leckere Hackfleischtorte. Solche Treffen können gar nicht oft genug stattfinden. Aber Frauchen meint immer, ich wäre zu dick. Also ich finde das gar nicht.

Foto: Berner Sennenhunde Treffen Dezember 2003

Und ich dachte immer, Frauen wären eitel. Aber du frisst ja lieber als in den Spiegel zu sehen. Da nützt dir auch die rasierte Taille nichts mehr!

So, dass war unser Jahr 2003. Ich hoffe, ihr hattet etwas Spaß beim Lesen. Wir fanden es jedenfalls spannend und abwechslungsreich. Macht es gut, feiert schön Weihnachten und kommt gut in das neue Jahr, das hoffentlich genau so schön werden wird.

Eure Ginja

Auch von mit alle lieben Wünsche

Domino

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(c) 2003 Gregor Jonas
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