Spielbeobachtungen

Domino und Ginja spielen. Dabei ist es oft, aber beileibe nicht immer, Ginja, die hierzu auffordert. Die beiden gehen nicht gerade sanft miteinander um. So hat die Kleine den ganzen Hals voller verschorfter Stellen, die nur von Dominos Zähnen stammen können. Die zwei beißen, ziehen und zerren sich an Hals, Ohren und Lefzen quer durch die Bude. Ab und zu quietscht mal einer, dann folgen 3 Sekunden Pause, bevor es danach weiter geht. Beliebt ist auch der Kampf um alte Socken.

Eine Methode, zum spielen aufzufordern, besteht darin, sich provokativ auf den Rücken zu schmeißen. Inzwischen beherrscht auch Domino diese Einleitung.

Es geht aber auch direkter. Man beisse einfach in Hals oder Ohren des anderen und warte ab, was dann passiert.

Dann legt man sich auf den Boden und versucht, möglichst viel  fremdes Fell zwischen die Zähne zu bekommen, ohne selbst erwischt zu werden.
Auch wenn man unten liegt, hat das mit Unterwerfung nichts zu tun. Im Gegenteil, von dort aus kann man weiter sticheln.
Und wenn man ein Hund mit Gummiknochen ist, kann man auch von unten prima angreifen.
Unsere Miezekatze Chelsea, die normalerweise überhaupt keinen Respekt vor den beiden großen Rabauken zeigt, verzieht sich dann vorsichtshalber in eine sichere Ecke.
Wenn man als unbedarfter Außenstehender bei dieser Spielerei zuschaut, könnte man leicht den Eindruck bekommen, Domino würde seine Schwester umbringen. Aber selbst so ein Kehlenbiss bringt Ginja nicht dazu, sich ihm zu unterwerfen.
Wenn Domino keine Lust mehr hat: Was kann ich jetzt noch anstellen?

(c) 2000-2003 Gregor Jonas
http://www.gregor-jonas.de