Unser erster Tag mit Ginja und Domino

Am Freitag Nachmittag (11.10.2002) sind wir nach der Arbeit in die Eifel gefahren, um unsere Ginja abzuholen. Doris und Bernd (dass sind die Kölner, die Dominos Halbschwester Faby haben) hatten uns morgens noch gemailt, dass sie sich ebenfalls einen zweiten Hund zugelegt hätten. Wir haben natürlich sofort gemutmaßt, dass sie sich den kleinen Rüden geholt haben, den unsere Züchterin noch hatte. Der wurde ja auf den ersten Bildern von Ginja in Großformat gezeigt.

Und siehe da, so war es. Und wir sind wohl "schuld".

Zurück zu Ginja. Bei der Züchterin war ziemliche Hektik, (Besuch mit Kindern), so dass wir uns ziemlich schnell vom Acker gemacht haben.

Das Problem mit Ginja ist, dass sie überhaupt keine Ausbildung hat und außer dem (zugegebenermaßen sehr großen Grundstück) nichts kannte. So ist sie zwar ausgezeichnet sozialisiert, da sie sowohl vier erwachsenen Hunde als auch die Welpen um sich herum hatte. Und mit den Kindern der Züchterin konnte sie ja auch immer spielen. Aber sie kannte weder ein Auto noch irgendwelche Befehle.

Darum war die anschließende Autofahrt für sie ein ziemlicher Horrortrip. Zumal wir ja einen Mietwagen hatten (unseren armen Kangoo hat man ja plattgefahren), der hinten, weil Zweisitzer, riesengroß war. Trotz vorsichtiger Fahrweise hatten die beiden Hunde so jede Menge Platz, um hin und her zu rutschen. Domino hat sich dann schnell zum Schlafen in eine Ecke zusammengerollt, aber Ginja zitterte die ganze Fahrt über vor Angst.

Zuhause angekommen, sind wir erst mal auf unsere Wiese gegangen. Wieder in seinem Revier fühlte Domino sich mutig genug, um Ginja unterwerfen zu wollen. Dabei war er zwar weder bösartig noch übermäßig ruppig, aber immerhin ausdauernd und hartnäckig. Womit Domino und auch wir aber nicht gerechnet haben, ist die Zähigkeit unserer Kleinen. Die musste sich schon gegen vier große Hunde behaupten und tat das auch Domino gegenüber. Egal, was der Dicke auch angestellt hat, Ginja ist zwar ausgewichen, hat sich aber nicht unterworfen.

Im Haus verlief trotzdem alles friedlich, weil Ginja auch ohne Unterwerfung Domino erst mal aus dem Weg gegangen ist. Dafür ist sie, neugierig wie Frauen so sind, wie selbstverständlich in alle Ecken der Wohnung gerannt, um sich alles anzusehen. Sogar unten im Keller ist sie gewesen, wo Domino noch nie runtergelaufen ist.

Und verschmust ist die Kleine. Sobald der eine gestreichelt wird, kommt der andere auch gelaufen. Auch auf der Couch war sie schon.

Aga und Ginja auf unserer Wohnzimmercouch
Wer ist wohl hier mehr verschmust?

Aga und Ginja auf unserer Wohnzimmercouch
Alle drei stehen sich hier in nichts nach!

Aga und Ginja auf unserer Wohnzimmercouch
Auf jeden Fall (und für alle offensichtlich) ist Frauchen glücklich!

Auffällig ist, wie aufgeweckt und lernfähig Ginja ist. Innerhalb von 10 Minuten hat sie zumindest die Anfangslektion in Leinenführigkeit begriffen: Wenn ich an dem Ding ziehe, geht es nicht weiter. Oder anders herum: Immer locker durchhängen lassen.

Ginja und Domino verziehen sich zwar immer noch in verschiedene Ecken der Wohnung, um zu schlafen, fangen jedoch schon an, miteinander zu spielen. Domino bewacht weiter die Haustüre und Ginja liegt in unserer Nähe. Überhaupt haben wir beide festgestellt, dass Ginja ihr altes Zuhause überhaupt nicht vermisst. Gerade kommt sie wieder, um gestreichelt zu werden und Domino hat seinen Stammplatz verlassen, um zu sehen, was hier passiert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass alles sehr viel einfacher zu sein scheint, als wir uns gedacht haben. Und wenn Ginja bei allem so lernfähig ist, wie bei der Leine, dann wird sie schon bald ein wohlerzogenes Mädel sein.

Hier noch ein paar Fotos der beiden:

Ginja ist neugierig
Ginja ist neugierig und aufmerksam

Domino,skeptisch und etwas trantütig, schaut, was Ginja so treibt
Domino eher etwas trantütig

Erste Spielversuche
Aber manchmal wird schon gespielt

Spielen geht doch!
Genau, wenn auch vorsichtig.

To be continued...


(c) 2000-2003 Gregor Jonas
http://www.gregor-jonas.de