Ein Rundflug im Ultraleichtflugzeug über die Vulkaneifel bei Daun

22.09.2012


Start des Fluges war ein kleiner Flugplatz in Hinterweiler. Das liegt irgendwo im Nirgendwo zwischen Gerolstein und Daun. Das Wetter war windig und teilweise bewölkt, aber gut genug, um zu fliegen. Das Bild lässt sich durch einen einfachen Mausklick zu einem Panorama vergrößern. Das Flugzeug selbst bot Platz für den Piloten und mich nebeneinander, die Verständigung lief über Helmfunk.


Entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten zeige ich auch ein paar Fotos von mir. Nicht nur, weil der Flug ein Geschenk meiner Frau und meiner Tochter zu meinem 50. Geburtstag war, sondern auch um zu zeigen, wie klein das Flugzeug tatsächlich ist und wie wenig Platz wir darin hatten.

Da mir kein Overall passt, habe ich mir mit Regensachen beholfen. Der Gedanke, einfach meine Motorradkluft anzuziehen, kam zu spät.



Wohin mit den Füßen?


Man setzt sich nicht in dieses Flugzeug, man zieht es an.


Letzte Checks.


Und los geht es.


Der Start war viel angenehmer und weniger holprig als befürchtet. Im Gegenteil, das Fluggefühl ist sehr ruhig. Viel ruhiger zumindest, als in einem Kleinstflugzeug. Das liegt daran, dass die ganze Flügelkonstruktion nicht starr ist und die Kanzel daran beweglich aufgehängt ist. Dadurch werden Flugbewegungen und Turbulenzen abgefedert.


Hier der Flugplatz.


Zugegeben, viel Platz hatte ich nicht. Rechts war die Kanzel zu Ende, links saß ich Schulter an Schulter mit dem Piloten. Aber das war nicht störend. Nur das Fotografieren war mit Integralhelm und im Gurt festgezurrt nicht ganz einfach, so dass man von der Bildqualität nicht gar so viel erwarten sollte. Da ich oben keinen Objektivwechsel riskieren wollte, habe ich mich auf mein 10-24mm Weitwinkelobjektiv beschränkt. Das ist eigentlich schade, weil ich Wechselobjektive mithatte, und ein Adapter für ein Nikon Objektiv, also passend zu meiner Kamera, war auch dabei. Auch wenn ich mit den Bildern durchaus zufrieden bin, hätte man sicherlich noch bessere Aufnahmen machen können. Allerdings wäre der Objektivwechsel auch allein aus Platzgründen schon umständlich geworden und es wäre nicht auszudenken gewesen, hätte ich in mehreren hundert Metern Höhe ein Objektiv oder gar die Kamera aus dem Flugzeug fallen lassen. Von daher war es auf jeden Fall die klügere Entscheidung, beim Weitwinkelobjektiv zu bleiben. Sollte ich solch eine Gelegenheit nochmal haben, werde ich mir eine Lösung für das Problem überlegen.



Der Flug ging Richtung Daun und den Dauner Maaren.




Kurz hinter Daun kommt das Gemündener Maar in das Blickfeld.


Das Gemündener Maar.


Rechts liegt das Gemündener Maar und links davon das Weinfelder Maar, auch Totenmaar genannt, da an seinem Ufer mal ein Friedhof lag. Das fast in einer Linie dahinter liegende Schalkenmehrener Maar liegt deutlich tiefer.



Ein Minifeld zwischen den Äckern.



Die Entfernung zum Flugplatz bis hierher beträgt ca.12 km.





Das hier müsste Schalkenmehren mit dem gleichnamigen Maar sein. Hier kehrten wir um.






Danach sind wir höher gestiegen, um die Wolken zu erkunden. Deren Unterseite lag bei etwa 1.000 Metern.






Lichtflecken machten die Landschaft lebendig.



Über den Wolken...


Abbau der vulkanischen Asche.


A hole in the sky.





Leider fehlte uns dort oben die Sonne.


Die Nürburgquelle bei Hillesheim liegt am Rand eines verlandeten Maares.



Langsam ging es dann wieder tiefer Richtung Flugplatz, den ich alleine nie im Leben wieder gefunden hätte.





Noch ein Abbaufeld. Hier kann man schön den Kraterschlot erkennen.



Noch einmal der Kraterschlot.


Hier sieht man im Hintergrund, wo Basaltsäulen abgebaut werden.


Und dann landeten wir auch schon wieder. So ein Rundflug ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, dass ich gerne mal wiederholen würde.


© Gregor Jonas 2012
www.gregor-jonas.de