Welpensuche:

Domino ist unser erster Hund.

Wir haben uns im Vorfeld mit allen möglichen Büchern beschäftigt, um die für uns richtige Hunderasse herauszufinden. Dabei haben wir folgende Kriterien herausgearbeitet:

Anschließend haben wir die Beschreibungen der Rassemerkmale auf diese Anforderungen abgeklopft und natürlich haben wir uns jede Menge Bilder angeschaut. Und siehe da, unseren Wunschhund gibt es nicht!

Letztendlich hat die Beschreibung des Berner Sennenhundes als "wesensfester Familienhund ohne Jagdtrieb", der noch dazu schmusebedürftig sein soll, den Ausschlag gegeben. Was spielte es da noch für eine Rolle, dass die Rasse eigentlich eine Nummer größer war als vorgesehen? Und das wir ja auf gar keinen Fall einen langhaarigen Hund haben wollten?

Als erwachsener Hund sieht ein Berner ja schon goldig aus; aber könnten Sie einem Foto von einem Berner Welpen widerstehen? Wir nicht.

Als wir auf einer Ausstellung zum ersten Mal direkten Kontakt mit Bernern hatten, war die Entscheidung eigentlich schon gefallen. Und so haben wir auch beherzt zugegriffen, als wir eine Züchterin fanden (vom Frauchen des Berner Mädels auf eben dieser Ausstellung empfohlen), die nicht nur gerade einen 12er Wurf hatte, sondern diese zusammen mit 4 erwachsenen Bernern, einer halbwüchsigen Bernermaus, Kaninchen, einem Terrarium und zwei Kindern im Haus aufzog. Das entsprach unseren Vorstellungen! Vorher hatten wir bereits in einer schon industriell anmutenden Zuchtfabrik nahe Luxemburg schlechte Erfahrungen gemacht.

Ich habe ja schon gesagt, dass wir eigentlich einen mittelgroßen Hund haben wollten. Da die 12 Welpen, als wir sie zum ersten Mal gesehen haben, erst gut zwei Wochen alt waren, konnte man sie kaum unterscheiden. Wonach sollten wir also entscheiden, welchen wir nehmen sollen? Also haben wir uns entschieden, einen Rüden zu nehmen (war vorher nicht klar gewesen). Dummerweise bekamen wir dadurch lediglich genau 6 Welpen aussortiert.

Haben Sie schon mal einen Berner Welpen in der Hand gehabt? Wenn Sie dieses Fellknäuel mit der weißen Blässe an sich knuddeln, werden Ihnen als allererstes die dicken Pfoten auffallen. Das ganze Pelztier besteht nur aus Fell, Schnauze und eben Pfoten. Dicken, etwas pummeligen, braun-weißen Pfoten.

Und so haben wir uns den dicksten Rüden mit den kräftigsten Pfoten aus dem Wirrwarr von Pfoten und Schnauzen herausgesucht. Der wurde dann auch prompt mit Nagellack markiert, da wir ihn garantiert nicht wieder gefunden hätten.

So sind wir auf den Hund gekommen.

Auch wenn unsere beiden (!) Staubsauger inzwischen etwas asthmatisch auf Hundehaare reagieren, muss ich doch sagen, dass wir die richtige Wahl getroffen haben! Domino ist gerade in den "Flegeljahren". Doch abgesehen davon, dass er etwas dickköpfig und temporär taub ist, ist er das anhänglichste und liebste Schmusetier, das man sich vorstellen kann! Eben der liebste Hund wo gibt. (Nein, bin kein Schwabe)...

Alle Infos, die irgendwo im Netz oder als Buch verbreitet werden, stimmen.

Wie bei jedem anderen Hund auch, muss man vor Domino alles verstecken, was sich an- oder abknabbern lässt. Wie wahrscheinlich bei jedem anderen Hund hatten wir Probleme, ihn stubenrein zu bekommen. Wie viele andere Hund hatte Domino zunächst Probleme mit dem alleine bleiben.

Aber durch diese Probleme sind wir souverän hindurchgewatet. Nun haben wir das perfekte Familienmitglied und das möchten wir nicht mehr missen. Und bis wir alle perfekt sind, werden wir uns weiterhin liebevoll gegenseitig erziehen!


(c) 2002 Gregor Jonas
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