Domino schreibt... (Teil 5: 2004)


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Hallo Leute,

ich habe mit Schrecken festgestellt, dass ich Euch schon ziemlich lange nichts mehr erzählt habe :-(

Aber immerhin gibt es ja auch den Rückblick auf das Jahr 2003, den ich mit meinem Schwesterlein zusammen verfast habe. Also ist es ja dann doch nicht ganz so lange her, wie ich zunächst befürchtet hatte. Haken wir also das vergangene Jahr ab und wenden uns 2004 zu.

Herrchen rennt ja schon immer gerne mit einer Kamera herum. Daher auch die ganzen Aufnahmen von uns, die gleich noch folgen. Viele weitere Fotos könnt Ihr Euch ganz am Schluss ansehen, wenn Ihr dann noch Lust habt.

Im Mai waren Frauchen und Herrchen dann ohne uns in Urlaub nach Kreta geflogen. Zuerst waren wir natürlich gar nicht begeistert. Aber die beiden haben uns dann auch in Ferien geschickt: Zu Frieda und Kira bei deren Frauchen Petra, die in der Nähe von Linz am Rhein wohnen. Ginja hat da zu allererst mal die Führung des Haushalts übernommen und Frieda klar gemacht, wer denn wohl was zu sagen hat. Ich hab mich da rausgehalten. Drei Weiber auf einem Fleck! Ich bin doch nicht blöd. Sollen die doch ihre Zickereien unter sich ausmachen. So konnte ich mich die ganze Zeit von Petra kraulen lassen. Meine Schmusebacke hat sie immer zu mir gesagt. Es war aber trotzdem schön, als Frauchen und Herrchen uns wieder abgeholt haben und wir mit der Fähre über den Rhein nach Hause gefahren sind. Zu Hause ist es doch immer noch am schönsten.

Bernertreffen gibt es immer noch, so waren wir auch mal wieder bei Alexa, Christel und Olaf am Niederrhein. War echt klasse, die kleine Alexa mal wiedersehen zu können. Die anderen Fotos könnt Ihr, wenn Ihr möchtet, auf der Bernertreffen - Seite nachsehen. 

Na ja, das alles wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. Angefangen habe ich, weil ich hier mit zwei Urlaubshunden zusammen bin und die beiden Kleinen mir ein wenig auf die Nerven fallen. Und das kam so:

Ich bin froh, dass Frauchen eingesehen hat, dass es keinen Sinn hat, mich in irgendwelche Hundeschulen zu schleppen. Hat mich jedenfalls ordentlich viel Arbeit gekostet, sie hiervon zu überzeugen. Dafür nimmt sie immer Ginja mit, der das wenigstens Spaß zu machen scheint. Und ich habe endlich meine Ruhe. Denkste! Figo, den schimmeligen Fehlfarbenberner, manchmal auch Pünktchen genant, kennt Ihr ja. Dass ist der Dalmatiner von Herrchens Schwägerin Iris. Und das ist ein furchtbarer Hektiker. Der hat so gar nichts von einem Berner Sennenhund an sich. das wir ab und zu zusammen spazieren gehen, ist ja schon in Ordnung. Immerhin kann er dann mit Ginja rumtoben und ihr dabei auf die Nerven fallen. Aber jetzt? Jetzt hat er sich tatsächlich auf Dauer hier bei uns zu Hause einquartiert! Herrchen sagt zwar, dass das nur für zwei Wochen ist. Aber wisst Ihr eigentlich, wie lang zwei Wochen sein können? Die ersten Tage waren echt furchtbar. Dann wurde es ein wenig besser. Aber schaut selber:

Wenn ich schon sehe, wie der mich anschaut. Als ob er überlegen würde, womit er mich wieder ärgern kann. Und dann wieder sieht er aus, als ob er kein Wässerchen trüben könnte. Ich sage Euch, dass ist alles nur Tarnung.

Aber die Spaziergänge zu dritt sind, wie ich schon gesagt habe, schon ganz in Ordnung. Es gibt jede Menge abgeerntete Felder, auf denen Figo und Ginja toben können.

Ups, da hat Herrchen mich erwischt. Ich muss gestehen, dass ich manchmal doch auch mitspiele. Und je länger Figo dabei ist, desto mehr gewöhne ich mich daran.

Natürlich ist die kleine Zicke immer noch einen Tick wilder und ausgelassenerer.

Hier könnt Ihr mal sehen, wie die Zwei hier herumturnen.

Und wieder ab in den Schatten. Da kann man schöne Löcher buddeln.

Kaum hatte ich mich an Figo gewöhnt, kommt der nächste Hammer. Da holen sich Frauchen und Herrchen auch noch den Anton, das ist der 7 Monate alte Labby von Ursula ins Haus. Herrchen meint, dass sei ein Notfall und nur für ein paar Tage. Aber wer leidet wieder darunter? Ich! Auch wenn Anton sich mehr für Figo interessiert, ist ständig Unruhe im Haus, weil de beiden Kleinen andauernd spielen müssen.

Hier haben sie eine Kordel und zerren sich gegenseitig durch den Garten.

So geht das die ganze Zeit. Einmal fordert der Eine den Anderen zum spielen auf und beim nächsten Mal ist es umgekehrt. Nur Ruhe geben sie nicht.

 

Dabei kann klein Anton die Zähne schon wie ein Großer fletschen. Wenigstens meint er das nicht wirklich böse.

Was soll ich sagen? Die ganze Zeit über geht das immer so weiter.

Nur ab und zu gibt es eine Verschnaufpause.

Aber wenn Frauchen möchte, legen wir uns für en Foto in Pose.

Weil Herrchen gerne mit seinen Fotos angibt, zeige ich Euch auch mal ein Foto ohne Hunde. So sieht es aus, wenn ich bei uns auf den Balkon gehe. Was daran jetzt so Besonderes sein soll, muss mir erst al jemand erklären.

Und abends der Blick nach der anderen Seite. Was Zweibeiner an so was wohl finden?

So, dass muss reichen, um eine Woche Leckerchen für lau zu bekommen! Drei Fotos ohne Hunde. Was für eine Verschwendung!

Na also, wieder Hunde zu sehen. Und dann gleich vier auf einmal. Herrchen, geht doch ;-)

Da habt Ihr den Anton, den kleinen Teil des Hektik-Duos. Aber nicht den unwesentlichsten Teil. 

Frauchen und Herrchen haben über gen ganzen Besuch wenigstens nicht vergessen, mit uns spazieren zu gehen. Und weil nicht nur Ginja sondern auch Anton gerne schwimmen, sind wir oft am Wasser. Was will man von einem Labrador auch anderes erwarten?

Ich kann das ganze Theater nicht mehr sehen, mache die Augen und und nehme ein Sonnenbad. Sollen die drei anderen doch sehen, wo sie bleiben.

Der Zehennagelbefeuchter Figo ist tatsächlich auch ins Wasser gegangen.

Mein Schwesterlein macht für Leckerchen sogar Luftsprünge. Kaum zu glauben.

Sich für Leckerchen hinzulegen, finde ich aber ganz in Ordnung. Das ist eine Übung für einen Berner Sennenhund!

Und zum guten Schluss will meine Schwester mir auch noch die Nase abbeißen. Als ob es nicht reichen würde, ständig von zwei Hektiktölen belagert zu werden. Hoffentlich ist bald wieder Ruhe. Sogar Frauchen und Herrchen scheint das ganze etwas viel zu sein. Gut so, vielleicht überlegen es sich die beiden beim nächsten Mal zweimal, bevor sie wieder wen zu uns nach Hause holen.

Ich muss jetzt aufhören und erst mal im Flur für Ruhe sorgen.

Huch, damit scheine ich ja auch noch Erfolg gehabt zu haben? Da liegen die beiden kleinen Nervensägen, horchen gemeinsam aneinander gekuschelt an der Kudde und sägen um die Wette. Jetzt mache ich wirklich Schluss für heute, freue mich, dass Ihr mir so lange zugehört habt und werde die himmlische Ruhe genießen.

Gute Nacht zusammen :-)

Euer Domino


Hier noch die versprochenen weiteren Fotos:

Winter 2003 / 2004
Portraits
Besuch bei Alexa, Christel und Olaf am Niederrhein
Bernertreffen -Seite


Nachtrag von Herrchen, geschrieben nach einem aufregenden Spaziergang:

Hatte übrigens gestern ( am 26.08.04) beim Spaziergang mit 4 Hunden so mein spezielles Erlebnis:

War megagestresst von der Arbeit gekommen, sammele 4 Tölen zu Hause auf, stelle fest, dass eine davon mal wieder unsere Treppe angeknabbert hat Böse und gehe spazieren.

Nachdem die vier im Wasser waren, bin ich in den Wald. Auf halber Strecke kommt mir eine Horde Jugendliche entgegen. Eher 70 als 50 Peoples. Alle nett und friedlich, aber der Weg ist natürlich rappelvoll. Ich mit meinen vier auf der Seite unterwegs. Immer mal wieder geschaut, ob noch alle da sind.

Beim nächsten Durchzählen komme ich nur noch auf drei ???
Anton, der kleine Labby, ist futsch.

Hab erst mal im Wald geschaut. War aber nix zu sehen. Ich also hinter den Jugendlichen her und versuche, an die Spitze dieses Trosses zu kommen, was aber mit drei Hunden, die sich immer wieder streicheln lassen wollen, nicht ganz einfach ist. Zumal das Tempo recht flott ist.
Zwischendurch frage ich natürlich nach dem kleinen Labby und erfahre, dass einer der Betreuerinnen wohl eine Batterie (ausgerechnet) hingefallen ist, die sich Anton sofort geschnappt hat und damit in die falsche Richtung abgedüst ist. Hoffentlich hat er das Ding nicht auch noch gefressen!

Erst als ich dann nach 15 oder 20 Minuten wieder an der Staumauer ankomme, sehe ich ganz weit vorne an der Spitze des Zuges eine schwarzen Schwanz wedeln. Anton hatte sich einfach da vorne jemanden gesucht, mit dem er mitgelaufen ist. Um den Blödmann einzusammeln, laufe ich hin, leine ihn an, drehe mich um - .... und Figo ist weg Ausrufezeichen

Ich denke mir, der kommt mit den Pänz. Denkste. Als fast alle wieder an mir vorbeigezogen sind, sehe ich ihn genau am anderen Ende des Staudamms leicht desorientiert hin- und herlaufen. Ich rufe. Töle ist taub. Ich pfeife. Töle hört, schaut zu mir, sieht mich aber nicht. weiß auch nicht, wo der Pfiff herkommt und läuft- na, wohin wohl? genau auf dem Weg in den Wald hinein, aus dem wir soeben mühsam wieder rausgekommen sind.

Also schnappe ich mir meine übriggebliebenen drei Hunde und verfolge einen Dalmatiner. Immerhin hat er dann irgendwann mal mein Pfeifen gehört.

Eins weiß ich: Meine beiden Berner sind zu keiner Zeit verloren gegangen. Sogar meine Trödeltöle Domino hat sich immer ganz tapfer durch den Beindschungel gekämpft, um mich nur ja nicht zu verlieren.

Ihr könnt mir glauben, dass ich ziemlich fertig war, als wir endlich wieder vollzählig zu Hause angekommen sind!

Also Tage gibt es, die gibt es nicht Winken

Gregor

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(c) 2004 Gregor Jonas
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