Großes Berner Sennenhundetreffen vom 17. - 19.05.2002
bei Lilly und Heike in Düsseldorf

Hallo allerseits!
Schön, dass Ihr mich besuchen kommt.

"Sultan" Domino möchte Euch eine Geschichte aus Tausend und Einer Nacht erzählen:

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da lebten versteckt und unbemerkt in den Bergen um Bern herum Hunde, die etwas ganz besonderes waren. Den Bauern und Hirten waren sie Helfer und Gesellschaft in einem.
Eines Tages kam ein bekannter Hundeexperte, sah diese Tiere und verliebte sich sofort in sie. Er förderte die Rasse, die sich daraufhin unaufhaltsam in der ganzen Welt verbreitete.

Auch in Deutschland und dem benachbarten Ausland fanden diese dreifarbigen Vierbeiner zweibeinige Liebhaber (natürlich im platonischen Sinne) und ihre Anzahl wuchs und wuchs. Doch es sollten viele weitere Jahre vergehen, bis aus dieser Hundschar einige hervorkamen, die  wiederum etwas ganz besonderes waren.

Ihre Frauchen und Herrchen waren von ihren Begleitern so angetan, dass sie mit ihrer Freude nicht länger allein sein wollten. Sie bastelten sich etwas, dass zu jener Zeit "Homepage" geheißen wurde, um jedem, der es sehen wollte, ihr Glück zu präsentieren. Da diese Leute wiederum ihrerseits nach Gleichgesinnten suchten, mit denen sie ihre Erfahrungen teilen konnten, fanden sie im Internet ihresgleichen und begannen, einen lebhaften Kontakt zueinander aufzubauen.

So geschah es, dass sich Hund und Herrchen/Frauchen einander näher kamen, ohne sich wirklich nahe zu sein. Es entstanden Freundschaften, die über Hunderte von Kilometern hinweg existierten. Man kannte sich, ohne sich jemals kennen gelernt zu haben.

Nachdem die Geschichte so weit gediehen war, wachte eines Nachts eine ganz besondere Frau neben ihrer Hündin Lilly auf und dachte: "Das muß anders werden!" Dieser Gedanke war so stark, dass er selbst am Morgen noch leuchtend vor ihrem geistigen Auge stand. Da hub sie an zu überlegen, wie es denn erreicht werden könnte, ein Treffen in der realen Welt zustande zu bringen. Zunächst kamen ihr Zweifel, ob überhaupt Interesse bei ihren und Lillys Internetfreunden an einem Treffen bestünde. So fragte sie vorsichtig und leise auf ihrer Homepage nach. Die überwältigende Resonanz überraschte diese Frau mit Namen Heike und erfreute sie gleichermaßen. Und so entschloss sie sich, da sie diesen Gedanken als erste geäußert hatte, die weiteren Schritte zu tun.

Sie nahm die mühselige Arbeit der Organisation auf sich, die für das nun folgende Treffen zwar unendlich wichtig war, aber uninteressant zu erzählen ist. Heike lud nach Düsseldorf-Unterbach ein und plante gar drei Tage für das Zusammentreffen ein. Warum erzähle ich Euch all dies? Wie Ihr Euch denken könnt, war ich an den Geschehnissen der nächsten Tage unmittelbar beteiligt und möchte hierüber auch berichten.

Am ersten Abend waren bereits 7 Hunde mit Zweibeinern anwesend. Und das gegenseitige Beschnuppern zeigte deutlich, dass sich alle sofort sehr sympathisch waren. Nach einer Stärkung im Gasthaus, bei dem es fröhlich zuging, wurde der erste gemeinsame Spaziergang auf des Schusters Rappen angegangen. Alle Hunde (6 Hündinnen und natürlich ich als Hahn im Korb) konnten die Möglichkeit zu Spiel und Bad nach Herzenslust nutzen (na ja, fast nach Herzenslust; wenn ich da an meine Paula denke...). Selbst an ein gemeinsames Moorbad für die müden Glieder hat die liebe Heike gedacht! Es war ein absolut gelungener Abend.

Auch am nächsten Tag trafen sich unsere Freunde, diesmal am See von Unterbach; und es kamen unserer noch viele mehr. Sogar das Wetter meinte es gut mit den Versammelten. Sobald der Letzte Teilnehmer angekommen war, hörte der Regen auf und es blieb den ganzen Tag lang trocken. Nicht, dass mir der Regen irgend etwas ausgemacht hätte. Aber unsere Zweibeiner haben eine etwas seltsame Vorstellung von einem schönen Spaziergang.

Jetzt konnten wir nach Herzenslust laufen, spielen, baden, noch mehr laufen, noch mehr spielen und noch viel mehr im Wasser planschen. Und uns um die Damenwelt bemühen, die so zahlreich und von unvergleichlicher Schönheit zugegen war. Und wir durften um die Gunst der Damen rangeln und kämpfen. Leider nicht ganz so, wie wir Rüden gewollt (und gekonnt) hätten. Aber wir hatten dennoch unseren Spass.

Des Abends kehrten wir wieder in einem Gasthaus ein, wo wir alle sehr gut speisen und trinken konnten. Dort bekamen wir noch überraschend Besuch von Toni, einem kleinen Nachwuchsteddybär, der alle sofort in seinen Bann schlug. Und die Mama von einem von uns kam auch noch als Übersehungsgast. So war auch das ein spitzenmäßig gelungener Tag.

Wenn Ihr mich fragt, so wäre ich gerne auch noch den Sonntag dort geblieben, aber Frauchen und Herrchen mussten zurück nach hause. Aber es war trotzdem schön zu sehen, dass all die Menschen und Hunde in Wirklichkeit wenigstens genau so nett sind wie im Internet.

Und weil es allen so gut gefallen hat, wird es bestimmt weitere Treffen geben, bei denen ich bestimmt auch wieder dabei sein werde.

Und so gibt es weiterhin ganz besondere Hunde, die aus der Nähe von Bern stammen und daher den Namen "Berner Sennenhunde" tragen. Und von diesen Hunden gibt es wenige, ganz besonders privilegierte, die sich einer eigenen Homepage rühmen können und die sich jetzt auch persönlich kennen und schätzen gelernt haben.

Und soll ich Euch noch etwas verraten? Es gibt bestimmt noch mehr von uns. Wir müssen sie nur finden!


(c) 2000-2003 Gregor Jonas
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