Berner Sennenhund Camillo vom Bernerwald


Meine Erlebnisse


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24.05.-14.06.2009


Mit Frauchen, Herrchen und Ursula sowie Frauchens Familie waren wir in einem Restaurant. Die Zweibeiner haben sich den Bauch voll geschlagen und ich bekam nichts ab. Aber damit sie mich wieder mitnehmen und ich vielleicht dann was abbekomme, war ich ganz lieb.


Herrchen nimmt mich jetzt immer mit, wenn er mit Ginja auf die Wiese geht. Die weiten Touren darf ich aber noch nicht mitgehen. Dafür gehe ich der Großen ganz gehörig auf den Keks, aber sie will einfach nicht mit mir spielen.


Wenigstens kann ich mit Herrchen Fangen spielen. Übrigens ist Ginjas Rute immer noch verbunden. So wie es aussieht, wird der Verband aber bald abkommen können.


Herrchen hat einen Riesenspaß, wenn ich durch die Gegend renne. Und weil ich ein netter Welpe bin, tu ich ihm manchmal den Gefallen. Meistens renne ich aber einfach nur so.


Rennen macht nämlich Spaß und so mache ich das ganz freiwillig.


Herrchen meint zwar, dass ich dabei ein komisches  Gesicht machen würde. Aber wenn ich Gesichter machen könnte, hätte ich Herrchen schon ein neues gemacht.



So kann ich Herrchen stundenlang beschäftigen. Es ist so einfach, ihn bei Laune zu halten.


Mit Ginja kreuze ich immer noch die Klingen, äh, Ruten. Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf, dass sie dann doch irgendwann mit mir spielt.


Bäh, aber dieser Versuch ist voll daneben gegangen.


Also muss ich wohl wieder zu Herrchen rennen.


Die kahl rasierte Dame ist sich ja zu fein für mich.


Ich muss sagen, dass ich in einen sehr seltsamen Haushalt geraten bin. Hier schrumpft alles. Die Katze, die Möbel, die Treppe, einfach alles. Vor kurzem konnte ich noch unter das Sofa krabbeln und es war zu hoch, um draufzuspringen. Inzwischen ist das Ding so klein geworden, das ich nicht mehr darunter passe. Und mit Anlauf komme ich fast schon hoch. Ob das so weiter geht? Und wenn, wo wird das enden? Ziemlich unheimlich, das Ganze. Selbst Frauchen wird kleiner.


Es ist auch kein Problem mehr, Frauchens Schuhe vom Tisch zu klauen.


Selbst Ginja scheint mir nicht mehr so groß zu sein wie noch vor ein paar Wochen.


Ich passe so gerade noch unter ihr her ...


... wenn ich ihr in die Beine beißen will.
In der großen Stadt Köln und am Rhein war ich mit Frauchen auch schon. Und sie hat mich mit der Kamera verschont. Dafür sind mir die ganzen Leute da auf den Nerv gegangen, weil mich jeder, aber auch wirklich jeder anpacken musste. Warum fragt man mich nicht einfach vorher mal, ob ich das auch will?


Dann war bei uns großes Maifest. Allerdings zu Pfingsten und nicht am 1. Mai wie sonst überall. Die spinnen hier alle.


Wenigstens gab es was zum spielen.


Und geschmückt worden bin ich auch. Obwohl... Eigentlich habe ich mir das bunte Papier selbst gesammelt.


Obwohl Herrchen das ganze Fest über wie wild fotografiert hat, hatte er noch Zeit, auch hinter mir herzurennen und mich zu knipsen.


Nicht mal Verstecken hat geholfen.


Als im Dorf der große Maibaum aufgestellt wurde und ganz viele Leute zugeschaut haben, ist Frauchen mit mir auch mal den Berg runter gegangen. Na ja, wir sind mit dem Auto gefahren und nur die letzten Meter gelaufen. Frauchen ist ja so was von fußlahm.

Und wen haben wir unten zufällig getroffen? Jim Knopf, genannt Jim. Der ist genau 3 Tage älter als ich und wollte mit Figo spielen.


Aber so geht das natürlich nicht. Ich gehe ja wohl vor! Übrigens haben Jims Zweibeiner sich schnell davon überzeugen lassen, dass so ein Kettengliederhalsband nichts für Hunde ist. Und für Welpen schon mal gar nicht.


Ich muss sagen, dass man mit Jim wirklich gut spielen kann. Und weil Ginja mich immer noch links liegen lässt, treffe ich mich seit dem öfter mit ihm.


Uns war ziemlich egal, dass da so viele Leute rumgestanden sind. Sollen die doch sehen, wo sie Platz kriegen.



In den nächsten Tagen wollte Herrchen wieder Rennfotos machen.


Und weil ich ja so ein lieber Welpe bin ...


... habe ich wieder mitgemacht.


Ginja ist ja immer noch ziemlich groß. Aber ich bin sicher, dass sie schrumpft.


Sagte ich schon, dass ich ganz schön stur sein kann? Also habe ich wieder versucht, mich an Ginja ranzumachen. Irgendwann wird sie mir nicht mehr widerstehen können.


Hier dreht sie noch den Kopf weg.


Da helfen nur radikale Methoden. Und weil sie noch so groß ist, muss ich halt springen, um an sie ranzukommen.


Im Großen und Ganzen geht es mir hier ja nicht schlecht. Sonst wäre ich bei all den Seltsamkeiten hier schon lange getürmt. Frauchen und Herrchen sind aber doch ganz lieb und leckere Sachen gibt es auch zu kauen.



Da, ich glaube ich habe es geschafft. Oder zumindest einen Durchbruch erzielt. Das sieht doch schon sehr nach spielen aus!


Oder wälzt sich die Alte einfach nur so im Staub?


Nee, ich bin sicher, dass sie mit mir spielt! Klasse. Da hat sich die Mühe doch gelohnt.


Dafür gibt es auch ein Küsschen.


So kann man es aushalten, auch wenn der Pelz mal juckt.


Na, das sieht doch ganz vertraut aus, oder?


Da kann ich ganz entspannt meiner Wege gehen ...


... und mir was neues einfallen lassen.


Im Getreide war ich noch nicht. Also erst mal ausprobieren.


Das ist anstrengend, sogar für Ginja. Das Herrchen gar nicht erfreut war, dass wir da das Korn platt gewalzt haben, verstehe ich nicht. Das war doch so schön.


Ginja hat das wohl den Rest gegeben. Jetzt muss ich tatsächlich auf sie warten. Wer ist denn hier derjenige mit den kurzen Beinen?


Wir sind aber irgendwie bis nach Hause gekommen. Und da konnte ich mich mit Ursula beschäftigen. Die war noch ganz frisch...


Aber die hat auch nicht lange durchgehalten. Und so sind wir zu Jim gefahren. Der ist zäher.


Erst mal abklatschen und dann können wir loslegen.


Dann auf den Rücken schmeißen und in den Hals beißen.


Anschließend die Pfote festhalten und schon ist der Widerstand gebrochen.


Auch wenn Jim hier wegrennt: Wir schenken uns beide nichts, auch wenn er drei Tage älter ist.


Manchmal macht Jim schon komische Sachen.


Aber spielen kann er richtig gut. Und er macht nicht gleich nach 5 Minuten schlapp.


Selbst unter dem Tisch wird noch gekabbelt.

So, jetzt hat er mich doch noch müde bekommen. Ich werde mich erst mal ausschlafen und dann die Tage wieder melden.

Bis dahin Tschüß, euer Camillo.


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© 2009  Gregor Jonas
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